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Lokales Modellprojekt Bürgerarbeit: Leipzig beantragt mehr öffentlich geförderte Stellen
Leipzig Lokales Modellprojekt Bürgerarbeit: Leipzig beantragt mehr öffentlich geförderte Stellen
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16:50 19.09.2011
Die Stadt Leipzig will zusätzliche Stellen für das Modellprojekt Bürgerarbeit beantragen. Quelle: Mario Jahn
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Leipzig

“ Eine konkrete Zahl könne er aber nicht nennen, die Entscheidung der Agentur für Arbeit und des zuständigen Bundesministeriums stehe noch aus.

Bislang gibt es in der Messestadt 500 so genannter Bürgerarbeitsplätze. Dabei handelt es sich um öffentlich geförderte Stellen, die Langzeitarbeitslosen helfen sollen, wieder auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Nach Starkes Angaben sind die Beschäftigten vor allem im Sozialbereich und dort hauptsächlich in der Altenpflege, Jugendhilfe und in Schulbibliotheken tätig.

Dass durch die öffentliche Förderung Arbeitsplätze in der freien Wirtschaft verloren gehen, befürchtet die Stadtverwaltung indessen nicht. Starke erklärt: „Es ist eine Vorgabe des Modells, dass keine regulären Jobs verdrängt werden. Die Angebote müssen zusätzlich geschaffen werden. Das Arbeitsministerium prüft dies auch bei der Antragstellung.“

Leipzigs Wirtschaftsbürgermeister Uwe Albrecht (CDU) sieht dafür in der Messestadt ideale Möglichkeiten: „Die Chancen, sich für einen Job auf dem ersten Arbeitsmarkt zu qualifizieren, sind so gut wie lange nicht mehr.“ Öffentlich geförderte Anstellungen könnten dazu beitragen. „Auch wenn der Fokus stets auf reguläre Beschäftigung ausgerichtet bleibt, benötigen wir Angebote für Menschen, die den Anforderungen des ersten Arbeitsmarkts noch nicht gerecht werden können“, so Albrecht. Dies sei beispielsweise bei eingeschränkter Mobilität und nach einer längeren Zeit der Arbeitslosigkeit der Fall.

Nach Angaben der Stadtverwaltung besteht das Modellprojekt Bürgerarbeit aus zwei Phasen. „In einer sechsmonatigen Aktivierungsphase wurden insgesamt 3000 Personen in den Job-Centern betreut“, erklärt Referent Starke. Etwa die Hälfte sei dabei in die freie Wirtschaft vermittelt worden. „Von den übrigen Personen wurden 500 in die Beschäftigungsphase, also in die Bürgerarbeit übernommen.“

Das Bundesarbeitsministerium hatte das Programm Mitte 2010 initiiert und stellt dafür 1,3 Milliarden Euro zur Verfügung. Rund 160.000 Langzeitarbeitslose sollten bundesweit an der Aktivierungsphase teilnehmen, 34.000 von ihnen einen Bürgerarbeitsplatz erhalten. Bei einer 30-Stunden-Woche zahlt das Ministerium einen Festbetrag von 1080 Euro pro Monat, der das Arbeitsentgelt sowie Sozialversicherungsbeiträge abdeckt. Bei 20 Stunden sind es 720 Euro.

maf

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