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Modernes Wohnen im Kaiserlichen Postamt in Leipzig-Schönefeld

Modernes Wohnen im Kaiserlichen Postamt in Leipzig-Schönefeld

Nach dem Rathaus erstrahlt nun ein weiteres geschichtsträchtiges Gebäude in Leipzig-Schönefeld in altem Glanze: Das Kaiserliche Postamt in der Ossietzkystraße hat die Hüllen fallen lassen.

Leipzig. Zum Vorschein kommen fein restaurierte Giebel, Runderker und von Ornamenten umfasste Türen und Fenster.

Hinter der ockerfarbenen Fassade wird allerdings noch fleißig gewerkelt. "Wir wollen im Juni nächsten Jahres mit allem fertig sein", sagt Projektentwicklerin Antje Krause. Dann sollen die ersten Mieter des Betreuten Wohnens im Kaiserlichen Postamt einziehen.

Leipzig. Nach dem Rathaus erstrahlt nun ein weiteres geschichtsträchtiges Gebäude in Leipzig-Schönefeld in altem Glanze: Das Kaiserliche Postamt in der Ossietzkystraße hat die Hüllen fallen lassen. Zum Vorschein kommen fein restaurierte Giebel, Runderker und von Ornamenten umfasste Türen und Fenster.

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Es war 1905 vom Leipziger Jugendstil-Architekten Fritz Drechsler errichtet worden. Von jenem Baumeister, der zur gleichen Zeit das größte Projekt in der damals noch selbstständigen Gemeinde vorantrieb - den Bau des Rathauses Schönefeld. Bis zum Ende der DDR konnten die Schönefelder dort ihre Pakete und Briefe abholen und verschicken. Mit der Wende ging auch die Ära des Postamtes zu Ende, zwischenzeitlich waren darin Büros untergebracht. Doch die letzten Jahre, erzählt die 43-Jährige, stand das in die Jahre gekommene Gebäude leer und wartete darauf, wachgeküsst zu werden.

Antje Krause und ihr Mann, die nur ein paar Schritte davon entfernt wohnen, fanden Gefallen an dem markanten Bauwerk, erwarben es samt Nachbarhaus, das alte Schönefelder noch unter dem Namen Lehrerhaus kennen. Voriges Jahr startete die mehrere Millionen Euro teure Sanierung der beiden Objekte. Weil sie den historischen Charakter erhalten wollten, suchten sie auch den Schriftzug "Kaiserliches Postamt", der im Laufe der Jahre verschwunden war. Im Stadtgeschichtlichen Museum wurden die Bauherren fündig. "Es gab dort alte Aufnahmen, so dass wir die Buchstaben nachsetzen lassen konnten", erzählt Antje Krause.

36 helle Wohnungen mit einer Größe von 32 bis 67 Quadratmetern sollen in den beiden hinter ihren Fassaden miteinander verbundenen Gebäuden entstehen - seniorengerecht barrierefrei und in modernem Design gehalten. Eine professionelle Hauskrankenpflege wird die Bewohner betreuen und die großzügigen Gemeinschaftsflächen im Erdgeschoss und in der Gartenetage bewirtschaften. Letztere verfügt auch über einen ebenerdigen Zugang zum künftigen Garten.

So alt die Gemäuer auch sind, dahinter verbirgt sich modernste Technik. Eine Pellettheizung mit Solarthermie, eine Photovoltaikanlage mit Stromspeichersystem und eine durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt geförderte noch in Planung befindliche Brauchwasseranlage mit Wärmerückgewinnung machen das nachhaltige und Nebenkosten schonende Energie- und Wasserkonzept des Projektes aus. "Wir werden den selbst erzeugten Strom aber nicht verkaufen, sondern damit die Beleuchtung des Treppenhauses und der Flure sowie den Betrieb des Aufzugs und des Springbrunnens im Garten ermöglichen", sagt Antje Krause.

Mit dem Betreuten Wohnen betritt das Schönefelder Projektentwicklerpaar Neuland. "Wir haben bislang Wohnungen für Familien gebaut", sagt Antje Krause. "Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels wollten wir mal etwas anderes machen." Für ein selbstbestimmtes Leben älterer Menschen, die innenstadtnah, aber zugleich umgeben von viel Grün ihren Lebensabend verbringen wollen, haben sie genau das richtige Objekt gefunden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.12.2014

Klaus Staeubert

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