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Lokales Morsche Brücken im Johannapark: Neubau nach historischem Vorbild
Leipzig Lokales Morsche Brücken im Johannapark: Neubau nach historischem Vorbild
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21:04 29.09.2015
Die geschwungene Brücke in Johannapark wird nach historischem Vorbild rekonstruiert.   Quelle: Stadt Leipzig.
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Leipzig

 Hochzeitspaare lassen sich dort gern fotografieren, Touristen genießen den Postkartenblick auf die City. Doch die malerisch geschwungenen Brücken im Johannapark waren morsch. Jetzt werden sie nach historischem Vorbild neu konstruiert. Gesperrt waren die Bauwerke schon seit einiger Zeit, nun wurden sie demontiert. „Bei diesen Arbeiten ist eine Brücke schon zum Teil zusammengebrochen“, so Klaus Barthel, Brückenbau-Experte beim Verkehrs- und Tiefbauamt.

Rund 750.000 Euro investiert die Stadt in die Rekonstruktion der beiden Teich-Brücken. Der Neubau des Holzkonstruktionen erfolge in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz. Die demontierten Brücken seien auch nicht die Originale gewesen, sondern Ersatzbauten, die wahrscheinlich nach dem zweiten Weltkrieg errichtet wurden, so Barthel.

Die alten Holzbrücken im Johannapark sind verschwunden. Bis 2017 wird die Stadt neue Exemplare auf die alten Brückenfundamente montieren.

Ein historisches, aber auch nicht genau datiertes Fotos zeigt, dass das die Pfosten des Brückengeländers ursprünglich von kleinen Bronzekugeln gekrönt wurden. Dieser Schmuck aus Bronzelegierung werde nun auch wieder angebracht, so die Stadt. Gleichzeitig wird die Konstruktion behutsam modernisiert: „Die Aussparungen im Holzgeländer entsprechen nicht mehr heutigen Sicherheitsanforderungen“, erklärte Barthel. Deshalb werden die Abstände zwischen den Holzstreben mit unauffälligen Edelstahl-Profilen verkleinert.

Die Brücke im Johannapark vor dem Abriss mit Postkartenblick auf die Leipziger City. (Archivfoto) Quelle: André Kempner

Schweres Gerät für die Montage

Derzeit werden die Pläne für die Leipziger Park-Kleinode von den Experten der niedersächsischen Brückenbau-Firma Schmees & Lühn gezeichnet. Die südliche Teich-Brücke soll im Januar oder Februar 2016 in einem Stück geliefert und montiert werden. Dafür ist schweres Gerät nötig, und für die nördliche und südliche Brücke müssten die Baufahrzeuge zwei unterschiedliche Transportwege in den Park nehmen. „Das ist keine leichte Situation, denn wir befinden uns im Landschaftsschutzgebiet“, so Barthel. Um die Beeinträchtigungen für die Natur möglichst gering zu halten, wird die südliche Brücke im kommenden Jahr, die nördliche erst Anfang 2017 montiert.

Teichfontäne muss warten

Der Johannapark wurde Mitte des 19. Jahrhunderts von dem Leipziger Unternehmer und Bankier Wilhelm Theodor Seyfferth angelegt. Er widmete die Grünanlage seiner früh verstorbenen Tochter und stiftete sie später der Stadt. Mittelfristig soll auch die historische Fontäne des Parkteichs saniert werden. Dafür sei aber die Entschlammung des Teichs Voraussetzung. Die Kosten für die Instandsetzung der Fontäne samt Brunnen beziffert die Verwaltung auf rund 440.000 Euro. Das Geld stehe derzeit aber im Haushalt nicht zur Verfügung.

Von Evelyn ter Vehn

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