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Lokales Moschee in Leipzig: Dubrau sieht keinen Ansatz für Bebauungsplan - "Gebäude fügt sich ein"
Leipzig Lokales Moschee in Leipzig: Dubrau sieht keinen Ansatz für Bebauungsplan - "Gebäude fügt sich ein"
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17:07 21.05.2014
Auf der Brachfläche an der Georg Schumann Strasse Ecke Bleichertstrasse will die Ahmadiyya-Gemeinde eine Moschee errichten. Quelle: Wolfgang Zeyen
Leipzig

Die CDU hatte im Stadtrat angefragt, warum die Verwaltung keinen Bebauungsplan in die Wege leitet. Aus Sicht der Fraktion werde im juristischen Sinn Unruhe gestiftet. Im Gesetz sei dann von „bodenrechtlichen Spannungen“ die Rede.

Die Unionsfraktion machte in ihrer Anfrage klar, dass sie sich durch das Bebauungsplanverfahren eine Einbeziehung der Bürger in die Entwicklung des Areals wünscht. Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau (parteilos) betonte, dass mögliche Spannungen bereits mit der Bauvoranfrage per Gutachten geprüft werden. Das Gebot der nachbarschaftlichen Rücksichtnahme steht dabei im Mittelpunkt, genauso wie Untersuchungen zum Thema Lärmschutz.

Nach Art und Nutzung füge sich das Gebäude in die Umgebung ein. Damit bestehe ein Rechtsanspruch für die Ahmadiyya-Gemeinde auf Erteilung der Baugenehmigung. Rechtlich gibt es damit keine Handhabe für ein Bebauungsplanverfahren. Einen formalen Bauantrag für die Moschee auf dem Areal an der Georg-Schumann-Straße Ecke Bleichertstraße hat die Gemeinde noch nicht eingereicht, sagte Dubrau.

Sie trat den Bedenken der Union entgegen, dass der geplante Neubau von den Baufluchten des Viertels erheblich abweiche, weil es abgewinkelt und zurückgesetzt auf dem Eckgrundstück entstehen soll. Die geplante Moschee füge sich „östlich an die frühgründerzeitliche Bebauung an“. Das Quartier in Gohlis sei aber insgesamt uneinheitlich, weil viele Gebäude im 2. Weltkrieg zerstört wurden.

Gleichzeitig trat Dubrau erneut für eine hohe Qualität des Gestaltungswettbewerbs für den Moschee-Bau ein. Sie habe zwei prominente Architekturbüros aus Deutschland für die Teilnahme begeistern können. „Das werde ich der Ahmadiyya-Gemeinde jetzt mitteilen", so Dubrau.

Evelyn ter Vehn

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