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Lokales Moscheebau kommt nicht in Gang
Leipzig Lokales Moscheebau kommt nicht in Gang
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08:00 03.12.2016
Nach diesem Entwurf soll die Moschee in der Georg-Schumann-Straße entstehen.  Quelle: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

Wie die Leipziger Stadtverwaltung jetzt auf Anfrage mitgeteilt hat, liegt noch immer kein Bauantrag für die Moschee vor, die in der Georg-Schumann-Straße/Ecke Bleichert-Straße entstehen soll. Abdullah Uwe Wagishauser, Bundesvorsitzender der Ahmadiyya-Gemeinde, hatte den Baubeginn zunächst für 2014 avisiert, dann auf 2015 und zuletzt auf 2016 korrigiert. Farzan Khan, Leiter der Bau- und Immobilienabteilung bei der Ahmaddiyya, erklärte jetzt gegenüber der LVZ: „Wir werden den Bauantrag wahrscheinlich noch dieses Jahr einreichen. Wenn die Baugenehmigung da ist, können wir beginnen.“ Vor dem Sommer werde das aber wohl nichts. „Wir gehen davon aus, dass wir Ende nächsten Jahres bauen können“, so Khan.

Lediglich die Bauvoranfrage ist durch – die hatte die Religionsgemeinschaft 2014 an die Stadt Leipzig gerichtet. Es habe einen Widerspruch am Amtsgericht gegen das positive Votum der Kommune gegeben, sagte Khan. „Das hat uns Zeit gekostet.“ Es werde noch eine zusätzliche Teilfläche von 160 Quadratmetern von der Stadt erworben, die zwischen Gehsteig und Grundstück liegt.

Nach den Plänen des Stuttgarter Architekten Mustafa Ljaic soll an der Kreuzung in Gohlis ein Gebäude mit beleuchteter Glaskuppel und Zierminarett entstehen. Die 700 000-Euro-Investition werde komplett aus eigenen Mitteln bzw. Spenden gestemmt, erklärte Farzan Khan.

Seit drei Jahren erhitzt die geplante Moschee in der Georg-Schumann-Straße die Gemüter. 5950 Personen hatten eine Petition Pro Moschee unterzeichnet, 10 500 eine Petition gegen das Bauvorhaben der muslimischen Reformgemeinde (bundesweit 42 000 Mitglieder, gilt als liberal, tolerant und friedlich). Immer wieder gab es Demonstrationen gegen die Moschee. Islamfeinde schändeten das Ahmadiyya-Grundstück, spießten dort Schweinsköpfe auf, tränkten die Erde mit Blut oder legten wie zuletzt im Februar ein totes Ferkel ab. Im Rathaus steht man dem Projekt von Beginn an offen gegenüber. Die Ahmadiyya-Gemeinde verfolgt mehrere Moschee-Projekte in Deutschland. Seit 1989 gibt es ein 100-Moscheen-Programm.

Von Björn Meine und Klaus Staeubert

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