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Lokales Motorboote auf Leipzigs Flüssen weiter nur mit Sondergenehmigung
Leipzig Lokales Motorboote auf Leipzigs Flüssen weiter nur mit Sondergenehmigung
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17:17 28.07.2016
Leipzigs Flüsse und Kanäle sind bei Wassersportlern und Touristen beliebt. Motorboote dürfen hier auch künftig nur mit einer Sondergenehmigung unterwegs sein.   Quelle: Leipzig report
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Leipzig

Auch künftig dürfen Motorboote nur mit einer Sondergenehmigung auf Leipzigs Flüssen unterwegs sein. Die Landesdirektion Sachsen stoppte das Vorhaben, Abschnitte des Elsterflutbettes, das Pleißeflutbett, den Karl-Heine-Kanal sowie Abschnitte der Stadtelster und des Elstermühlgrabens für allgemein schiffbar zu erklären. Das teilte die Behörde am Donnerstag in Leipzig mit. Ausschlaggebend für die Entscheidung seien Gutachten zum Naturschutz gewesen.

Die Leipziger Gewässer sollten per Allgemeinverfügung als schiffbar erklärt und damit für Jedermann mit zugelassenen Wasserfahrzeugen - auch motorisierten - befahrbar gemacht werden. Dadurch sollte das Revier für Wassersportler und Investoren attraktiver gemacht werden. «Die Ergebnisse der Naturschutzgutachten lassen jedoch für eine so weit gehende Gestattung keinen Raum», erklärte die Landesdirektion.

Der Landesverband Sachsen im Naturschutzbund zeigte sich zufrieden mit der Entscheidung der Behörde. Der Nabu habe schon lange vor einer ausufernden Gewässerübernutzung und deren Schäden am Naturhaushalt gewarnt. «Leipziger und Touristen müssen jedoch nicht gänzlich darauf verzichten, die Stadt vom Wasser aus zu erkunden», äußerte Nabu-Landessprecherin Ina Ebert. Schließlich werde es für eine begrenzte Anzahl von Wasserfahrzeugen Sondergenehmigungen geben. «Nach Ansicht des Nabu Sachsen sollte der Fokus dabei auf Booten mit Elektroantrieb liegen.»

Die Grünen im Leipziger Stadtrat begrüßen die Entscheidung der Landesdirektion. In Richtung des Leipziger Umweltbürgermeisters Heiko Rosenthal (Die Linke) erklärte Norman Volger, umweltpolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion, die Entscheidung sei ein Schuss vor den Bug des Umweltdezernats. Dieses würde aus rein touristischen Erwägungen das Thema Motorboote auf Leipzigs Gewässern vorantreiben, ohne Rücksicht auf Natur, Breiten- und Spitzensport zu nehmen. Volger und die Grünen-Fraktion wollen in Zukunft genau darauf achten, ob das Umweltdezernat mit Sondergenehmigungen die Grenze des Verträglichen ausdehnt.

Weiter verfolgt werden sollen zudem die Pläne zur allgemeinen Schiffbarkeit im Leipziger Neuseenland. Dies beträfe den Zwenkauer, den Cospudener, den Markkleeberger und den Störmthaler See sowie die beiden Schleusenkanäle zwischen den Gewässern, hieß es von der Landesdirektion.

LVZ/joka

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