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Lokales Müll-Problem am Kulkwitzer See in Leipzig
Leipzig Lokales Müll-Problem am Kulkwitzer See in Leipzig
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21:39 13.07.2018
Am Kulkwitzer See in Leipzig gab es zuletzt vermehrt Beschwerden wegen zurückgelassenem Müll. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Liegengelassene Flaschen, benutztes Plastikbesteck, ausgebrannte Einweggrills: Am Kulkwitzer See in Leipzig wird der Badespaß zunehmend durch zurückgelassenen Müll getrübt. Am Ostufer des beliebten Gewässers bietet sich Besuchern häufig kein schöner Anblick. „In den letzten Wochen gab es immer wieder Beschwerden über Verunreinigungen, Verschmutzungen und Vandalismusschäden“, berichtet der Fraktionschef der Linken im Stadtrat, Sören Pellmann.

Er wollte von der Stadt wissen, was dagegen getan wird – und war von der Antwort ernüchtert. Aus dem Dezernat für Umwelt, Ordnung und Sport heißt es, dass das Reinigen und Pflegen der Strände sowie das Leeren der Papierkörbe von einer Fremdfirma durchgeführt werde. Der zuständige Zweckverband hat damit die Leipzig Seen Projektmanagement GmbH beauftragt. Mit deren Arbeit ist das Rathaus alles andere als zufrieden – und hat eine Verlängerung des bis zum 31. Dezember 2022 befristeten Vertrags deshalb bereits ausgeschlossen.

So sieht es rund am Kulki öfter aus: Müll liegt um eine Tonne herum verstreut. Quelle: André Kempner

„Über die Qualität der Aufgabenerledigung bestehen zwischen den Vertragsparteien zum Teil sehr unterschiedliche Auffassungen“, erklärte das Umweltdezernat den Schritt. Dass die Zusammenarbeit trotzdem noch mehr als vier Jahre weiterläuft, ärgert Pellmann. „Hier muss unbedingt auf die Vertragseinhaltung geachtet und diese kontrolliert werden. Bei Nichteinhaltung müssen Vertragsstrafen eingefordert werden“, fordert der Linken-Politiker, der auch im Bundestag sitzt.

Grillen nur mit Einschränkungen erlaubt

Das Grillen am „Kulki“ sei prinzipiell nicht verboten, betonte die Stadtverwaltung. Hier gelte das Gleiche wie in den Parks der Stadt: Kritisch werde es nur dann, wenn die „Erholungsfunktion erheblich beeinträchtigt“ werde oder zu erwarten sei, „dass es schädliche Auswirkungen auf die Anlagen und/oder deren Nutzer“ haben könnte. Das Rathaus übersetzt das auch gleich in Klartext: „Mit einem handelsüblichen Grill ohne direkten Bodenkontakt und der nötigen Rücksichtnahme auf andere Erholungsuchende sollte es keine Probleme geben.“

Verstöße gegen diese Verhaltensregeln würden als Ordnungswidrigkeit verfolgt und könnten ein Verwarnungs- oder Bußgeld zur Folge haben, betont das Umweltdezernat. Das werde auch regelmäßig kontrolliert. Pellmann fordert jedoch: „Die Stadtverwaltung sollte gemeinsam mit dem Zweckverband mehr über die entsprechenden Beschränkungen aufklären.“ Damit an Leipzigs „Badewanne“ wieder ungetrübtes Freizeitvergnügen stattfinden kann.

Von nöß

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