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Lokales Müllchaos nach Warnstreik in Leipzig - Stadtreinigung muss nun Überstunden schieben
Leipzig Lokales Müllchaos nach Warnstreik in Leipzig - Stadtreinigung muss nun Überstunden schieben
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22:45 31.03.2014
Aufräumen war gestern am Montag vor dem Wertstoffhof in der Max-Liebermann-Straße angesagt. Viele Leipziger haben dort ihren Sperrmüll illegal entsorgt. Quelle: Wolfgang Zeyen

Die Mitarbeiter der Stadtreinigung müssen zudem noch zahlreiche Entsorgungstouren nachholen, die wegen des Streiks ausgefallen waren.

Alte Sofa-Garnituren, Bettgestelle und Matratzen, Säcke mit Gartenabfällen und überflüssiger Hausrat: Auch gestern Morgen noch türmte sich vor zahlreichen Wertstoffhöfen der Sperrmüll. Viele Leipziger hatten ihn am Donnerstag und Freitag vergangener Woche einfach vor den Höfen abgekippt, da deren Pforten wegen des von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ausgerufenen Warnstreiks verschlossen geblieben waren. Dass dieses eigenmächtige Abkippen verboten ist und mit einem Bußgeld bis zu 1500 Euro geahndet werden kann, interessierte offenbar niemanden. Sanktionen hatten die Abfall-Sünder eh nicht zu befürchten - "weil die Wertstoffhöfe nicht besetzt waren, hat niemand die Autonummern notiert", sagte gestern Ute Brückner, die Sprecherin des kommunalen Eigenbetriebs Stadtreinigung.

Vom Streik seien 17 der 19 städtischen Wertstoffhöfe betroffen gewesen. "Unsere Betriebsleitung wusste nicht, wie weit der Streik ausgedehnt wird und ob die Wertstoffhöfe überhaupt betroffen sein würden", erläuterte Ute Brückner. Als das ganze Ausmaß der Arbeitskampfmaßnahme bekannt geworden sei, habe es keine Möglichkeit mehr gegeben, um gegenzusteuern. Erste Aufräumarbeiten setzten bereits am Sonnabend ein. Gestern wurden die übrigen Wertstoffhöfe auf Vordermann gebracht. "Das erledigen die Mitarbeiter, die dort regulär im Einsatz sind", sagte Ute Brückner.

Die Kollegen von der Müllabfuhr werden in dieser Woche täglich Überstunden schieben, um sich im gesamten Stadtgebiet der an den beiden Warnstreik-Tagen nicht geleerten Restmüll- und Biotonnen anzunehmen. Nach Informationen aus dem städtischen Eigenbetrieb sollen die ausgefallenen Touren so schnell wie möglich, auf jeden Fall bis spätestens Freitag, 4. April, aufgeholt worden sein. Sonderschichten am Sonnabend möchte die Betriebsleitung vermeiden. "Wir bitten alle Verantwortlichen, noch nicht geleerte Restabfallbehälter, die planmäßig am 27. und 28. März zur Leerung angestanden hätten, bitte so lange am Bereitstellplatz stehen zu lassen, bis sie tatsächlich geleert wurden", betonte Stadtreinigungssprecherin Ute Brückner.

Bei Fragen kann das "Bürgertelefon Abfall" 0341 6571111 eine Hilfe sein. Von dort gab es ges- tern beispielsweise die Information, dass im Wohnkomplex 8 in Grünau bis spätestens Dienstag alle stehen- gebliebenen Tonnen geleert sein sollen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 01.04.2014

Andreas Tappert/Dominic Welters

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