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Lokales Müllskandal: Staatsanwaltschaft Leipzig erhebt Anklage gegen Geschäftsführer
Leipzig Lokales Müllskandal: Staatsanwaltschaft Leipzig erhebt Anklage gegen Geschäftsführer
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15:21 25.01.2013
Die Staatsanwaltschaft in Leipzig. Quelle: André Kempner
Leipzig

Die Anklage sei bereits Ende des Jahres erhoben worden. Sie richte sich wegen Beihilfe auch gegen einen leitenden Angestellten der Firma.

Ermittlungen des Landeskriminalamtes Sachsen und der Staatsanwaltschaft hätten den Verdacht bestätigt, dass die von der Firma betriebene Abfallanlage in Pohritzsch (Landkreis Nordsachsen) zumindest von 2007 bis Anfang 2011 unter wesentlicher Abweichung von der erteilten Genehmigung betrieben und gefährliche Abfälle nicht stabilisiert sowie falsch deklariert wurden. „Aufgrund des den Angeschuldigten insoweit vorgeworfenen planmäßigen und systematischen Vorgehens sollen in diesem Zeitraum erhebliche Mengen angeblich ungefährlicher Abfälle auf insgesamt mindestens acht Deponien in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen verbracht worden sein“, teilte die Staatsanwaltschaft weiter mit.

Die Lagerung von möglichem Giftmüll der Firma S.D.R. Biotec auf mehreren sächsischen Deponien war schon 2011 Thema im Müll-Untersuchungsausschuss des Landtags. Bereits 2009 war anhand von Bodenproben aus der unmittelbaren Umgebung des Betriebsgeländes herausgefunden worden, dass der Boden weit über die zulässigen Grenzwerte hinaus mit Schwermetallen wie Blei, Cadmium, aber auch Arsen belastet war. Die Firma soll außerdem seit 1999 belasteten Müll auf den Deponien in Spröda, Cröbern, Grumbach, Chemnitz und Gröbern entsorgt haben.

dapd

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