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Musik für jedermann - Leipziger "Yehudi Live Music Now" Verein gewürdigt

Musik für jedermann - Leipziger "Yehudi Live Music Now" Verein gewürdigt

Wenn kürzlich in Stuttgart alle 17 deutschen "Yehudi Live Music Now (LMN)"-Vereine gemeinschaftlich mit der Theodor-Heuss-Medaille gewürdigt wurden, so hat der noch relativ junge, 2010 gegründete Leipziger LMN-Ableger seinen Anteil daran.

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Steffi Junhold (rechts) bei der Preisverleihung mit Rita Süßmuth.

Quelle: Privat

Daher waren auch Vereinsvorsitzende Steffi Junhold und Mitstreiterin Babette Berg bei der Ehrung vertreten. Junhold kam bei dieser Gelegenheit auch mit Ex-Bundestagspräsidentin Rita Süßmuth ins Gespräch.

 "Sie erzählte mir von einem gemeinsamen Projekt mit unserem engagierten Namensgeber Yehudi Menuhin in den 1990er-Jahren. Und der besonderen Brisanz, gerade junge Menschen mit Hilfe der Kunst einzuladen, Teil der Gesellschaft zu sein. ,Wir halten uns für viel zu ohnmächtig', sagte sie. Und wollte damit auch unsere Musik-Stipendiaten ermutigen, sowohl etwas fürs Gemeinwesen als auch für ihre eigene Entwicklung auf beruflich-künstlerischer Ebene zu wagen."

 Der Leipziger LMN-Verein veranstaltete allein im Vorjahr 55 Konzerte, immer mit dem Ziel, Musik zu Menschen in der Stadt zu bringen, die aus verschiedenen Gründen keinen Konzertsaal besuchen können. Für die jeweiligen Aufführungen engagieren sich Studenten der Hochschule für Musik und Theater. Hoffnungsvolle Talente mit meist etwas knappem Eigenbudget. Eine Jury benennt sie, und der LMN unterstützt sie mit einem Stipendium, sichert ihnen somit Öffentlichkeit - und Zubrot. Bis auf ausgewiesene Benefizkonzerte, deren Erlös der LMN-Arbeit dient, bekommen die jungen Leute pro Auftritt 100 Euro. "Dafür haben wir 2013 mehr als 10 000 Euro aufgebracht", so Junhold.

 Aktuell sind es 53 Studenten, die dem Verein helfen, seine Gratis-Angebote umzusetzen. Soziale Einrichtungen - etwa für Senioren, Kranke oder Behinderte - werden dabei zum Konzertsaal. Selbst in der Forensischen Klinik des Klinikums St. Georg. "Dort nahmen zuletzt gut 70 Patienten den Auftritt unserer jungen Musiker begeistert auf", freut sich Berg noch immer. Vorangegangen sei zwar eine fast viermonatige Vorbereitungszeit. "Dennoch wollen wir nun in diesem Jahr wirklich jedem Patienten des Hauses, zurzeit sind das etwa 150, den Besuch gleich zweier Konzerte ermöglichen", so Berg. Nicht zuletzt, weil sich auch hier den jungen Akteuren mit ihrem authentischen Auftreten und der eigenen Begeisterung für die Musik als Beruf "die Möglichkeit zur Identifikation mit einem positiven Lebensentwurf" böte. Zudem habe die Erfahrung mit den zurückliegenden Improvisationen etwa beim Jazzkonzert in der Forensik gezeigt: Die Patienten ihrerseits erlebten, wie "in dem festen Bezugssystem der Rhythmen kreative Freiheiten der melodischen Gestaltung auszuleben sind". "Eine Erfahrung, die von der engagierten Musiktherapie des Hauses intensiv nachbereitet wird", wie Berg berichtet.

 Dennoch: Die Arbeit von LMN in Leipzig selbst will, wie erwähnt, finanziert sein. "Ohne Sponsoren geht das natürlich nicht", weiß Junhold. Daher soll nun auch im Jahr 2014 ein Benefizkonzert helfen, die nötigen Mittel einzuspielen: So lädt der LMN erneut im Rahmen des Bachfestes für den 15. Juni um 16 Uhr ins Gartenhaus des Mendelssohn-Hauses, Goldschmidtstraße 12, ein. "Wir möchten programmatisch einen spannenden Bogen von der Frühklassik bis zur Spätromantik schlagen - mit Werken von Carl Philipp Emanuel Bach über Felix Mendelssohn Bartholdy bis hin zur Musik Benjamin Brittens", macht die Vereinsvorsitzende neugierig.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.06.2014

Angelika Raulien

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