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Lokales NPD plant Demo vor Leipziger Moschee – Aktionsnetzwerk kündigt Proteste an
Leipzig Lokales NPD plant Demo vor Leipziger Moschee – Aktionsnetzwerk kündigt Proteste an
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19:23 18.10.2012
Die Moschee in der Roscherstraße in Leipzig: Hier hat die NPD für den 1. November 2012 eine Demo angeküpndigt. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Die Stadt bestätigte am Donnerstag eine entsprechende Anmeldung auf Anfrage von LVZ-Online.

Jürgen Gansel, Sprecher des NPD-Landesverbandes, will die Pläne am Freitag offiziell publik machen. Die von der Partei organisierte Demonstration in Leipzig richte sich „gegen die örtliche Salafistenszene sowie islamistische Kreise“, sagte er gegenüber LVZ-Online. Sie sei Teil einer landesweiten Aktionswoche, bei der auch das Thema Asylmissbrauch im Fokus stehe. Weitere Stationen sind laut Gansel unter anderem die Städte Dresden, Chemnitz, Plauen, Riesa und Radebeul.

NPD-Abgeordnete wollen sich an Kundgebungen beteiligen

Die Kundgebungen finden an drei Tagen – dem 29. Oktober sowie dem 1. und 2. November – statt. An welchem Datum in welcher Stadt demonstriert werde, könne jedoch erst am Freitag mit Bestimmtheit gesagt werden, so Gansel. Bis dahin sollen alle Anmeldungen bei den Ordnungsbehörden erfolgt sein.

Zu möglichen Teilnehmerzahlen konnte Gansel noch nichts sagen. „Wir werden kurzfristig mobilisieren.“ An den Aktionen würden sich auch „viele Abgeordnete“ der Partei beteiligen, sagte NPD-Fraktionssprecher Thomas Thomsen auf Anfrage von LVZ-Online. Bereits am Mittwoch hatte NPD-Fraktionschef Holger Apfel in einer Rede im sächsischen Landtag zur „Austrocknung des islamistischen Sumpfes in Sachsen“ aufgerufen und einen „heißen Herbst“ angekündigt.

„Bewusste Provokation“: Linke und Grüne rufen zu Protesten auf

Grünen-Vorstandssprecher Jürgen Kasek spricht aufgrund der Wahl der Kundgebungsorte von einer "bewussten Provokation" Quelle: André Kempner

Leipzigs Grünen-Sprecher Jürgen Kasek sprach angesichts der Neonazi-Kundgebungen von einer „bewussten Provokation“ und rief zu Protesten auf. Das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ kündigte bereits Gegendemonstrationen an. „Die Nazis denken, mit ihren Aktionen an in Teilen der Leipziger Bürgerschaft schwelende Ressentiments gegen Flüchtlinge und Muslime anknüpfen zu können. Dies darf nicht geduldet werden“, erklärte die Sprecherin der Initiative und Linken-Stadträtin Juliane Nagel. Konkrete Aktionen seien in Vorbereitung.

Bei der Wahl der Örtlichkeiten stellen sich die Rechtsextremen offenbar bereits auf Widerstand der Kommunen ein. Im Notfall werde man eine juristische Auseinandersetzung nicht scheuen, betonte Gansel.

nöß

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