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Lokales Nach 22 Jahren: Baggerbiss am Leipziger Burgplatzloch
Leipzig Lokales Nach 22 Jahren: Baggerbiss am Leipziger Burgplatzloch
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19:15 01.03.2017
Am 1. März hat der Baggerbiss am Burgplatzloch in der Leipziger Innenstadt stattgefunden. Quelle: dpa
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Leipzig

Es soll das Ende eines mehr als 20 Jahre andauernden städtebaulichen Missstandes sein: Am Mittwoch hat der Baggerbiss die Schließung des Leipziger Burgplatzlochs eingeleitet. Bis 2018 soll die 22 Jahre alte Baugrube weichen – stattdessen will eine spanische Hotelgruppe eine Unterkunft gehobener Kategorie errichten.

„Der Burgplatz ist jüngster Platz der historischen Altstadt“, betonte Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD). „Heute wächst Leipzig wieder so, dass es nach 22 Jahren endlich einem Eigentümer gelingt, über eine wirtschaftlich tragfähige Nutzung dieses schon fast Stadtgeschichte gewordene Loch im Herzen der Stadt zu schließen.“

Insgesamt vier Leipziger Baubürgermeister haben sich bereits mit Plänen zur Schließung der Grube beschäftigt. „Mit der Komplettierung des Petersbogens erhält der Burgplatz den letzten fehlenden Stein seiner Fassung“, erklärte die amtierende Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau (parteilos), unter deren Hand das Projekt nun beendet werden soll.

Entwurf für das Entwurf für das Burgplatzloch: So soll das neue Hotel der Kette NH aussehen. Quelle: HPP Architekten

Jahrelang hatte die Kommune vergeblich versucht, den früheren Grundstücksbesitzer Amec (ein britischer Mischkonzern) zum Schließen des Loches zu bewegen. Erst mit dem Verkauf der Grundstücke an Even Capital kam endlich Bewegung in die Sache. Die Baugenehmigung für das jetzt geplante Geschäftshaus mit Tiefgarage, Fläche für Einzelhandel sowie einem Vier-Sterne-Haus der NH-Hotel-Kette wurde bereits im Dezember 2016 erteilt.
 
Zur Gestaltung der Hotel-Fassade hatte der Investor im vergangenen Jahr einen Wettbewerb durchgeführt. Sieger wurde das Berliner Büro KK Architekten von Christoph Kohl, welches in Leipzig schon einen Fassaden-Teil für den Museumswinkel Katharinum beisteuern konnte. In diesem Flügel an der Katharinenstraße 8 residiert heute die Tourist Information Leipzig. „Unser Entwurf ist so traditionalistisch wie er nur sein kann und so modern wie er sein muss“, hatte Architekt Kohl zum Entwurf für den Burgplatz erklärt. Die Neugestaltung der Petersbogen-Passage liegt in den Händen des Leipziger Architekturbüros HPP.

jhz/jr

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