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Lokales Nach 22 Jahren verschwindet das Burgplatzloch in Leipzig
Leipzig Lokales Nach 22 Jahren verschwindet das Burgplatzloch in Leipzig
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21:42 20.02.2017
Das Burgplatzloch ist seit 22 Jahren für die Leipziger ein Riesenärgernis. Inzwischen wird dort die Baustelle vorbereitet. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Auf dem Burgplatz beginnen jetzt vorbereitende Arbeiten für den Bau eines Hotels, das direkt an den Petersbogen anschließen wird. Wie berichtet, entsteht dort ab März ein Vier-Sterne-Haus des spanischen Branchenriesen NH-Hotels mit 197 Zimmern, Bar und Restaurant. Leicht zeitversetzt will der Eigentümer des vorhandenen Einkaufszentrums auch die Erdgeschosszone des Petersbogens modernisieren und „noch etwas höherwertiger positionieren“. Zwischen 30 und 40 Millionen Euro setzt die Petersbogen Burgplatz GmbH, die seit 2014 zum Schweizer Familienunternehmen Even Capital gehört, dafür insgesamt ein.

Zur Gestaltung der Hotel-Fassade hatte der Investor im vergangenen Jahr einen Gestaltungswettbewerb durchgeführt. Sieger wurde das Berliner Büro KK Architekten von Christoph Kohl, welches in Leipzig schon einen Fassaden-Teil für den Museumswinkel Katharinum beisteuern konnte. In diesem Flügel an der Katharinenstraße 8 residiert heute die Tourist Information Leipzig. „Unser Entwurf ist so traditionalistisch wie er nur sein kann und so modern wie er sein muss“, hatte Architekt Kohl zum Entwurf für den Burgplatz erklärt. Die Neugestaltung der Petersbogen-Passage liegt in den Händen des Leipziger Architekturbüros HPP.

Der geplante Hotelneubau (Mitte) auf dem Burgplatz. Quelle: Christoph Kohl | KK Architekten

Ab heute ist die Zufahrt zum Burgplatz über die westliche Markgrafenstraße (am Stadthaus) nicht mehr möglich, teilte das Rathaus mit. Denn auf dem Pflaster des Platzes, das auch Grundrisse der Katakomben der früheren Pleißenburg zeigt, wird eine Asphaltschicht aufgetragen. Diese soll das Pflaster vor Beschädigungen durch schwere Baugeräte schützen. Am Mittwoch, hieß es, beginne dann die Herstellung der Baugrube, welche größer als das historische Burgplatzloch ausfallen wird. Bekanntlich existiert dieses Loch seit nunmehr fast 22 Jahren. Ab dem Frühjahr 1995 wurde diese Baugrube ausgehoben, um dort ein Geschäftshaus samt Tiefgarage zu errichten. Doch das Projekt scheiterte. Die beiden Tiefgaragen des Petersbogens befinden sich neben, nicht unter dem Loch.

Jahrelang hatte die Kommune vergeblich versucht, den früheren Grundstücksbesitzer Amec (ein britischer Mischkonzern) zum Schließen des Loches zu bewegen. Erst mit dem Verkauf der Grundstücke an Even Capital kam endlich Bewegung in die Sache. Laut Andreas Wolf, einem Referenten von Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau (parteilos), ist der offizielle erste Spatenstich für das Hotel für den 1. März geplant. Die Arbeiten sollen bis Ende November 2018 dauern. Ab dem nachfolgenden Frühjahr soll vor der schmucken neuen Fassade auch ein Freisitz öffnen.

Von Jens Rometsch

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