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Nach Anschlag in Kabul: Geflüchtete demonstrierten in Leipzig für Abschiebestopp

Rund 400 bis 500 Teilnehmer Nach Anschlag in Kabul: Geflüchtete demonstrierten in Leipzig für Abschiebestopp

Nach dem verheerenden Anschlag in Kabul mit mehr als 90 Todesopfern demonstrierten am Donnerstagabend Geflüchtete in Leipzig auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz für einen sofortigen Abschiebe-Stopp nach Afghanistan.

Nach dem verheerender Anschlag im diplomatischen Viertel von Kabul demonstrierten Gruppen Geflüchteter in Leipzig für einen Abschiebestopp.
 

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig.  Für einen sofortigen Stopp der Abschiebungen nach Afghanistan haben am Donnerstagabend mehr Teilnehmer demonstriert als die Veranstalter erwartet hatten. Rund 400 bis 500 Leipziger nahmen teil; erwartet hatten die selbst-organisierten Gruppen Geflüchteter etwa 200 Personen. Zu den Gruppen den Geflüchteten gesellten sich viele Unterstützer. Der Marsch startete etwas verspätet nach 18 Uhr und verlief friedlich, aber lautstark.

Nach dem Anschlag in Kabul haben Geflüchtete in Leipzig am Donnerstag auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz für einen sofortigen Abschiebe-Stopp nach Afghanistan demonstriert. Viele Leipziger solidarisierten sich mit dem Marsch; rund 400 bis 500 Menschen nahmen teil. (Fotos: Dirk Knofe)

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Wie die Initiativen „Zedengi – Leben“, Asylum Seekers‘ Movement und Non-Citizens Council erklärten, setzten sie mit der Kundgebung gleichzeitig ein Zeichen der Solidarität mit den Opfern des verheerenden Anschlags von Kabul.

Route durch die Innenstadt

Das Ordnungsamt bestätigte gegenüber LVZ.de eine Anmeldung als Eilversammlung. Die Route verlief laut Behörde von der Petersstraße, Höhere Musikschule, über den Martin-Luther-Ring zum Thomaskirchhof, dann weiter über den Markt, die Hainstraße, den Richard-Wagner-Platz und Brühl, schließlich über die Reichsstraße, Neumarkt und Schillerstraße bis zur Freifläche an der Moritzbastei.

Hintergrund der Kundgebung: Am Mittwochabend detonierte eine Autobombe im diplomatischen Viertel Kabuls. Mindestens 90 Menschen wurden getötet, Hunderte verletzt – darunter auch ein afghanischer Wachmann der deutschen Botschaft. Das Viertel Wasir Akbar Chan gilt eigentlich als das sicherste der afghanischen Hauptstadt.

„Bruch der Menschenrechte“

Politiker von Grünen und SPD aus Schleswig-Holstein und Bremen hatten sich nach dem Blutbad für einen Abschiebestopp nach Afghanistan ausgesprochen. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) erklärte aber, dass ein kurzfristig gecancelter Abschiebeflug nachgeholt werde und auch weiterhin abgelehnte Asylbewerber in das Land zurückgeschickt werden sollen.

Die Leipziger Aktionsgruppen kritisierten diese Haltung. „Die Tatsache, dass Deutschland auf Abschiebungen nach Afghanistan besteht, wo es Explosionen am vermeintlich sichersten Ort gibt, ist ein verheerender Bruch der Menschenrechte“, hieß es am Donnerstag in einer Erklärung. „Wir wollen, dass die Abschiebungen nach Afghanistan sofort aufhören.“

Von lyn, the

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