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Nach Attacke auf Wohnhaus: Grüne solidarisieren sich mit Blogger

Rechte Schmierereien Nach Attacke auf Wohnhaus: Grüne solidarisieren sich mit Blogger

Nachdem Unbekannte das Wohnhaus des Bloggers Martin Meißner mit rechten Parolen besprüht haben, erklären nun die Leipziger Grünen ihre Solidarität mit dem 28-Jährigen. Die Gesellschaft müsse klare Kante gegen Menschenfeindlichkeit zeigen, fordern die Vorstandssprecher.

Am Montag hinterließen unbekannte Täter rechte Parolen am Haus des Bloggers
 

Quelle: Screenshot Twitter

Leipzig. Der Leipziger Kreisverband von Bündnis90/Die Grünen zeigt sich erschrocken über die Attacke auf das Wohnhaus von Martin Meißner. Unbekannte hatten am Montagabend „Meißner du Zecke“ an die Hauswand gesprüht und Glasscheiben in der Haustür eingeschlagen. Der 28-Jährige ist grüner Stadtbezirksbeirat und Blogger und engagiert sich gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Nach Angaben der Grünen haben Rechtsradikale in den vergangenen Monaten mehrfach politische Gegner angegriffen und bedroht.

Seit einigen Wochen radikalisiere sich diese Bedrohungslage bis hin zu Sachbeschädigung und körperlicher Gewalt, so die Vorstandsprecher Christin Melcher und Lorenz Bücklein. „Wir dürfen nicht wegschauen und müssen deutlich machen, wie gefährlich rechtes Gedankengut ist“, sagte Melcher. Sie rief alle demokratisch gesinnten Menschen auf, die Gewalt zu verurteilen und entschlossen dagegen vorzugehen. Zugleich wies sie darauf hin, dass es viele Menschen gebe, die sich schlechter wehren könnten und weniger von der Öffentlichkeit wahrgenommen würden. „Es bedarf mehr Mittel für die demokratische Bildungsarbeit. Die Gesellschaft muss klare Kante gegenüber Menschenfeindlichkeit zeigen“, sagte sie.

Auch der Stadtbezirksbeirat Leipzig-Südost verurteilt den kriminellen Übergriff gegen sein Mitglied an dessen Wohnhaus in Reudnitz. „Wir sind uns über Parteigrenzen hinweg einig in der Solidarität mit unserem angegriffenen Kollegen und erklären, dass wir Gewalt, versuchte Einschüchterung und die gezielte Verletzung der privaten Sphäre unserer Mitglieder, die sich ehrenamtlich für die Belange des Stadtbezirkes einsetzen, nicht widerspruchslos hinnehmen. Zugleich hoffen wir darauf, dass die Täter schnell ermittelt werden und sich für ihr kriminelles Tun verantworten müssen“, so die Erklärung der Beirats-Mitglieder.

Von chg/agri

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