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Nach Familiendrama in Leipzig-Gohlis soll Expertenkommission eingeschaltet werden

Nach Familiendrama in Leipzig-Gohlis soll Expertenkommission eingeschaltet werden

Nach dem Tod einer Drogensüchtigen und ihres zweijährigen Sohnes in Leipzig will die Stadt eine externe Expertenkommission einsetzen. Auch mehrere Wochen nach dem Drama ist immer noch nicht geklärt, warum der Kontakt vom Allgemeinen Sozialen Dienst zu der seit langem als drogenabhängig bekannten 26-Jährigen abgebrochen war.

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In diesem Wohnhaus in Leipzig-Gohlis wurden die Drogensüchtige und ihr zweijähriger Sohn tot aufgefunden.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. „Der zuständige Mitarbeiter ist weiter suspendiert“, sagte ein Stadtsprecher am Donnerstag. „Wir bemühen uns um eine externe Begutachtung des Vorgangs.“ Das werde allerdings noch etwas dauern. Der Kommission sollten Wissenschaftler, etwa Mediziner und Psychologen angehören, die nach möglichen Schwachstellen suchen sollen.

Die Mutter und ihr Sohn waren Mitte Juni in ihrer Wohnung im Stadtteil Gohlis gefunden worden. Bewohner hatten Fäulnisgeruch bemerkt und die Polizei gerufen. Erst Tage nach dem Fund wurden die Öffentlichkeit und die Stadt Leipzig informiert. Wie aus einer Antwort auf eine Kleine Anfrage aus der SPD-Landtagsfraktion hervorgeht, geschah dies aus ermittlungstaktischen Gründen.

Die junge Frau war zuletzt am 10. April zum Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) gekommen, um mitzuteilen, dass sie mit ihrem neuen Lebensgefährten umziehen wolle. Seither hatte sich das Amt nicht mehr um sie gekümmert.

Die junge Mutter starb an einem Drogen-Mix aus Heroin und Kokain. Der kleine Junge verdurstete neben der Leiche seiner Mutter. Die Frau war laut Staatsanwaltschaft im dritten Monat schwanger. Die Staatsanwaltschaft ermittelt weiterhin wegen der Todesumstände. Außerdem gibt es ein Ermittlungsverfahren gegen drei Mitarbeiter der Leipziger Stadtverwaltung, darunter Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD). Die Großmutter der jungen Frau hatte Strafanzeige wegen Totschlags durch Unterlassen gestellt.

dpa

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