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Lokales Nach Gold und Silber kommt Bronze: Drittes LWB-Hochhaus im Musikviertel wird saniert
Leipzig Lokales Nach Gold und Silber kommt Bronze: Drittes LWB-Hochhaus im Musikviertel wird saniert
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16:23 14.02.2013
Zwei der "Drei Gleichen" sind bereits saniert. Jetzt erhält das dritte Wohnhochhaus der LWB am Leipziger Clara-Zetkin-Park (im Hintergrund) einen bronzefarbenen Anstrich. Quelle: Dirk Knofe
Leipzig

Bis Ende 2013 bekommt die Gebäudefassade nicht nur einen bronzefarbenen Anstrich – auch die Wohnungen werden erneuert.

Bereits in der dritten Januarwoche war das knapp 60 Meter hohe Gebäude in der Wächterstraße 36 eingerüstet worden. „Die Innenarbeiten haben Anfang Februar begonnen“, berichtete LWB-Sprecherin Samira Sachse am Donnerstag auf Anfrage von LVZ-Online. Die 132 Mietwohnungen werden mit neuen Eingangstüren ausgestattet, die Elektrik in Küche, Bad und Flur ausgetauscht, Sanitäranlagen erneuert. „Die Mieter können zwischen Dusche und Badewanne wählen und sich die Fliesen selbst aussuchen“, erklärte Sachse.

Leipzig. Gold, Silber und nun Bronze: Im Musikviertel hat die Sanierung des dritten Hochhauses der Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB) begonnen. Um den letzten 16-Geschosser am Clara-Zetkin-Park innen und außen zu renovieren, investiert die LWB mehr als vier Millionen Euro. Bis Ende 2013 bekommt die Gebäudefassade nicht nur einen bronzefarbenen Anstrich – auch die Wohnungen werden erneuert.

LWB mindert während der Sanierung die Mieten

Bis Ende des Jahres soll der dritte Plattenbau des im Volksmund „Drei Gleichen“ genannten DDR-Wohnensembles mit einer 16 Zentimeter dicken Wärmedämmung verkleidet und der aufgetragene Putz anschließend in Bronze angestrichen werden. Auch das Dach sowie die Treppenhausfenster werden erneuert und eine neue Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung installiert. Zudem erhalten die Etagenflure einen neuen Fußbodenbelag und werden gestrichen.

Die benachbarten Gebäude in der Karl-Tauchnitz-Straße 15 und 17 waren bereits 2009 und 2010 saniert und in Gold und Silber angepinselt worden. Die Medaillenfarben gehen auf den Entwurf des Dresdner Architektenbüros Knerer und Lang zurück, das 2008 den Zuschlag bei der Sanierung des 1978/79 erbauten Hochhaus-Trios bekommen hatte. Wie „Skulpturen im Park“ sollten sich die sogenannten Punkthochhäuser vom Typ PH 16 demnach in die Silhouette Leipzigs einfügen.

Für die Mieter seien Einschränkungen nicht vermeidbar, räumte Sachse ein. In der Zeit des Umbaus in den Bädern müssen beispielsweise tagsüber Ersatz-Toiletten in leerstehenden Wohnungen genutzt werden. Aus Kulanz bietet die LWB den Bewohnern Mietminderungen an. „Spätestens nach 14 Tagen“, betonte die Sprecherin, „sollen die Bauarbeiter die Wohnungstür wieder von außen schließen können.“ Nach der Sanierung müssten die Bewohner zwar mit einer Erhöhung der Kaltmiete rechnen, könnten aber bei den Nebenkosten sparen. „Der Heizungsverbrauch reduziert sich um etwa 50 Prozent“, so Sachse.

Seniorentreff entsteht im Eingangsbereich

Wie „Skulpturen im Park“ sollen sich die bunten Punkthochhäuser nach den Entwürfen der Architekten von Knerer und Lang in die Silhouette Leipzigs einfügen. Quelle: Knerer und Lang

Die dreifarbige Außenhaut der Häuser spiegelt auch das Konzept im Inneren der Blocks wieder: Während das silberne Haus eine solide Grundausstattung bekam, wurde das goldene Gebäude hochwertiger und nach individuellen Mieterwünschen ausgestattet. Im bronzefarbenen Block sollen nun laut LWB „ganz speziell die Wohn- und Servicewünsche älterer Mieter“ im Mittelpunkt stehen.

Komplett neu gestaltet wird deshalb 2014 auch der Eingangsbereich des Wohnblocks: Ab Frühjahr entsteht dort ein Anbau, der künftig als Seniorentreff und Veranstaltungsort genutzt werden soll. Derzeit laufen dazu die Vertragsverhandlungen mit der Volkssolidarität Leipzig. „Auch diverse Betreuungsangebote, vom Pflegedienst über die Hauswirtschaftshilfe bis zur Sportgruppe, sollen dort einen Platz erhalten“, verspricht die LWB-Sprecherin.

Robert Nößler

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