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Lokales Nach Kita-Warteschlange in Leipzig-Connewitz: Jugendamt greift ein
Leipzig Lokales Nach Kita-Warteschlange in Leipzig-Connewitz: Jugendamt greift ein
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22:23 06.09.2012
Schlangestehen für einen Kita-Platz: In Leipzig-Connewitz warteten am Dienstag Eltern teilweise stundenlang, um sich auf einer Warteliste eintragen zu können. Quelle: Amélie Middelberg
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Leipzig

Hintergrund war eine lange Warteschlange vor der Einrichtung für die Eintragung auf eine Warteliste am Dienstag. Man bemühe sich, „dass eine sofortige Vergabe erfolgt und keine Wartelisten mehr geführt werden“, teilte eine Rathausmitarbeiterin am Donnerstag auf Anfrage von LVZ-Online mit.

Wie es aus dem Amt für Jugend, Familie und Bildung hieß, gehe es „um eine Kommunikation mit dem Träger sowie um familienfreundliche Dienstleistungen“. Alle Kindertagesstätten unter freier Trägerschaft seien dazu angehalten, ihre Plätze ausschließlich über das Kita-Portal zur Verfügung zu stellen.

Leipzig. Nach einem Bericht von LVZ-Online zur verzweifelten Kitaplatz-Suche Leipziger Eltern hat sich jetzt das Jugendamt eingeschaltet. Die Behörde befragte am Mittwoch die Betreiber der Kita Känguru in Connewitz zur Praxis der Platzvergabe. Man bemühe sich, „dass eine sofortige Vergabe erfolgt und keine Wartelisten mehr geführt werden“, teilte eine Rathausmitarbeiterin am Donnerstag auf Anfrage mit.

"Warteliste keine Konkurrenz zum Kita-Portal"

Die Warteliste stelle keine Konkurrenz zum Kita-Portal der Stadt dar, versicherte Barbara Hofmann, Geschäftsstellenleiterin der Gemeinnützigen Känguru Kindertagesstätten GmbH, gegenüber LVZ-Online. Sie riet allen Eltern, die sich für einen Betreuungsplatz in einer ihrer drei Einrichtungen im Stadtgebiet interessieren, vorrangig das städtische Elternportal zu nutzen. Alle Plätze, die in den Känguru-Kitas frei werden, würden auch im Portal angezeigt und seien vorrangig von dort erreichbar. Die Warteliste sei nur eine Hilfestellung für Eltern, die nicht mit dem Portal zurecht kämen und keinen Internetzugang hätten, sagte die Geschäftsstellenleiterin am Donnerstag.

Leser von LVZ-Online berichteten dagegen in Kommentaren von einer Vergabepraxis unter der Hand. Durch Spenden für eine Einrichtung könne man in manch einer Warteliste einige Plätze nach vorne rutschen. Hofmann sagte dazu: „So etwas lehnen wir strikt ab. Bei uns werden alle Kinder und alle Eltern gleich behandelt.“

Hunderte Kita-Plätze fehlen zum Jahresende

In Leipzig fehlen zum Jahresende hunderte neue Kita-Plätze. Quelle: dpa

Bei Krippenplätzen für Kinder ab einem Jahr werden nach rechtlichen Vorgaben Eltern, die nachweislich beruflich tätig sind oder sich in der Ausbildung befinden, bevorzugt. Kinder ab einem Alter von drei Jahren haben sogar einen gesetzlich gesicherten Anspruch auf einen Platz in einer Kindertagesstätte. „In Leipzig gibt es eigentlich relativ viele Plätze, doch die reichen für die Anzahl der Kinder immer noch nicht aus“, mahnte Hofmann. Besonders die Leitung der Känguru Kita in Leipzig-Connewitz bekomme dies deutlich zu spüren. Jeden Tag werde die Leiterin mehrmals von suchenden Eltern angefragt.

Eine schnelle Besserung der Lage ist nicht in Sicht: Sozialbürgermeister Thomas Fabian (SPD) sprach im Juni von allein 436 fehlenden Betreuungsplätzen in Krippe und Kita, die nicht wie geplant zum Ende des Jahres 2012 zur Verfügung stehen. Statt 22.064 Plätzen werde es voraussichtlich lediglich 21.628 Plätze geben. Der Grund ist, dass einige Kita-Neubauvorhaben von freien Trägern verschoben oder gar nicht umgesetzt wurden.

Amelie Middelberg

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