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Lokales Nach Kritik: Kuratorium soll Lichtfest in Leipzig mitgestalten
Leipzig Lokales Nach Kritik: Kuratorium soll Lichtfest in Leipzig mitgestalten
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19:30 09.05.2018
Tausende Bürger kamen zum Lichtfest 2017 auf den Augustusplatz in Leipzig. An der Programmgestaltung gab es im Nachgang jedoch Kritik. Quelle: Kempner
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Leipzig

Für die Feiern zum 30. Jahrestag der friedlichen Revolution im Jahr 2019 hat die Stadt Leipzig ein Kuratorium „Lichtfest“ berufen. Unter Vorsitz des Oberbürgermeisters soll es alle Veranstaltungen koordinieren und die Interessen der unterschiedlichen Gruppen bei den Planungen berücksichtigen, wie die Stadt Leipzig am Mittwoch mitteilte.

Kritik an Programmgestaltung

Zuletzt hatte es Diskussionen um die Programmgestaltung des Lichtfests gegeben. Uwe Schwabe vom Archiv Bürgerbewegung hatte aus Protest seine Arbeit in der „Initiativgruppe Tag der Friedlichen Revolution – Leipzig 9. Oktober 1989“ beendet. Das Lichtfest werde immer schlechter und belangloser, es gebe keine Bezüge mehr zur Friedlichen Revolution und die Leipzig Tourismus und Marketing GmbH (LTM) dominiere das Programm, hieß es. Zudem habe die Initiativgruppe aus Bürgern, Organisationen und Museen keinen Einfluss.

Das Kuratorium soll nun die Initiativgruppe 1989 und die LTM bei der Programmgestaltung beraten. Dem Gremium gehören Mitglieder der Fraktionen im Stadtrat, der Polizeipräsident sowie Vertreter aus dem Bereich der Unterstützer und Sponsoren des Lichtfestes 2019 an. „Damit will die Stadt Leipzig sicherstellen, dass die Interessen der unterschiedlichen Gruppen bei den Planungen von vornherein berücksichtigt werden und eine möglichst große Transparenz bei der Programmgestaltung sichergestellt wird“, heißt es aus dem Rathaus.

Budget in Höhe von 450.000 Euro

Für das Programm am 9. Oktober 2019 seien im städtischen Haushalt 450.000 Euro bereitgestellt. Zentrale Veranstaltungen an diesem Tag seien das Friedensgebet, die „Rede zur Demokratie“ in der Nikolaikirche und das Lichtfest um den Innenstadtring.

Am 9. Oktober 1989 waren in Leipzig rund 70.000 Menschen gegen die DDR-Führung auf die Straße gegangen. Diese Demonstration gilt als entscheidender Impuls für die Umwälzungen in der DDR.

Von dpa/nöß

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