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Nach Massenprotesten: Leipziger in Gedanken in der Partnerstadt Kiew

Nach Massenprotesten: Leipziger in Gedanken in der Partnerstadt Kiew

Den erbitterten Machtkampf in Kiew verfolgen auch viele Leipziger mit großer Sorge und Anteilnahme. Das Archiv Bürgerbewegung Leipzig hat gestern zur Solidarität mit Kiew aufgerufen.

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Uwe Schwabe, Stiftungsratsmitglied und ehemaliger DDR-Bürgerrechtler (Archivfoto)

Quelle: Armin Kühne

Leipzig. Vor mehr als 50 Jahren hatten beide Städte ihre Partnerschaft besiegelt. Die jetzige Hauptstadt der Ukraine war 1961 die erste Kommune, zu der Leipzig partnerschaftliche Kontakte aufnahm. 1992 wurde dieser Vertrag erneuert.

"Diese Partnerschaft ist mit Leben erfüllt, manchmal mehr, manchmal weniger. Aufgrund der aktuellen Lage jedoch irgendwelche Aktionen von hier aus zu planen, davon würde ich abraten", sagte Jelena V. Hoffmann, Honorarkonsulin der Ukraine für Sachsen, gestern auf Anfrage. "Für Außenstehende ist es doch sehr schwierig, die Lage einzuschätzen. Die Stadt ist gesperrt, das Gewaltpotenzial sehr hoch und alle Berichte sind subjektive Empfindungen", so Hoffmann. "Ich wüsste nicht, was wir von hier aus tun sollten." Aktuell seien auch keinerlei Hilfeersuchen aus Kiew im Rathaus eingegangen, erklärte Anke Haase von der Stadtverwaltung.

Das Archiv Bürgerbewegung ist dennoch aktiv geworden. Die monatelangen "Demonstrationen für eine Annäherung an die europäischen Grundwerte der Menschenrechte und der Freiheit" sehe der Verein mit Hoffnung und Sorge, erklärte der Vorstandsvorsitzende Uwe Schwabe. "Wir beklagen die schwere Eskalation der Gewalt und die Toten auf allen Seiten. Die Menschen brauchen Solidarität aus der Partnerstadt Leipzig." Der evangelische Pfarrer Ralf Haska aus Kiew habe an Vereinsvorstand Stephan Bickhardt geschrieben: "Den Menschen hier ist es unbeschreiblich wichtig, zu wissen, dass es Menschen gibt, denen die Situation hier nicht egal ist, die sich vernünftig informieren und nicht den Verschwörungstheorien und den Bestrebungen erliegen, den Maidan und die Menschen hier verächtlich zu machen." Seine Gemeinde biete eine offene Kirche, die Möglichkeit sich aufzuwärmen, etwas zu essen, Handys aufzuladen, auch einmal Ruhe zu finden. Derzeit würden Verletzte versorgt. Damit diese Arbeit fortgesetzt werden könne, bittet nun der Vorstand des Archivs Bürgerbewegung um Spenden für das Helferzentrum der Deutschen Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde St. Katharina Kiew. "Wer spendet, hilft Menschen in Kiew, die sich für einen friedfertigen Weg und Demokratie einsetzen", so die Initiatoren.

Kontoangabe: Evangelische Kreditgenossenschaft eG, Dt. Ev.-Luth. Gemeinde Kiew, IBAN: DE34 5206 0410 0005 1860 80, BIC: GENODEF1EK1

Mehr Infos unter www.katharina.kiev.ua

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.02.2014

Cornelia Lachmann

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