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Lokales Nach Show-Flop in Leipzig: Insolvenzverfahren eröffnet
Leipzig Lokales Nach Show-Flop in Leipzig: Insolvenzverfahren eröffnet
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15:51 19.05.2015

Derzeit würden die Gläubiger angeschrieben. "Wir stehen mit Herrn Dressler in Kontakt, er stellt uns alle Adressen von Gläubigern zu Verfügung", so der Mitarbeiter. "Wenn jemand keine Post bekommt, weil Adressen möglicherweise nicht mehr aktuell sind, kann er sich natürlich auch selbst melden." Wer Ansprüche anmelden will, sollte einen Termin beachten. Bis 24. September müssen Gläubiger ihre Insolvenzforderungen beim Insolvenzverwalter schriftlich anmelden.

Rückblick: Im Oktober 2011 und Anfang Februar 2012 sollte "50 Jahre Pop" in Leipzig über die Bühne gehen. Doch für die erste Show in der Arena wurden lediglich 2000 statt der geplanten 8000 Tickets verkauft, der zweite Versuch mit zwei Veranstaltungen im Kohlrabizirkus lockte 209 Kartenkäufer. Für den bekannten Erfolgsproduzenten ("Wetten dass ..?") war es ein Desaster. "Der Abbruch der Fernsehproduktion in Leipzig hat meine Produktionsfirma HDTV Entertainment in erhebliche finanzielle Probleme gebracht", bekannte Dressler Anfang Juli 2012 gegenüber der LVZ. "Die Forderungen gegenüber der HDTV aus Abbruchkosten, Ausfallhonoraren und Rückerstattung von Eintrittsgeldern belaufen sich auf einen hohen sechsstelligen Betrag." Damals hatte er noch auf finanzstarke Investoren gehofft, "um sämtliche Verbindlichkeiten durch entsprechende Zahlungen ablösen zu können". Doch schließlich leitete die Staatsanwaltschaft München II ein Strafverfahren gegen Dresslers HDTV ein, unter anderem wegen Insolvenzverschleppung (die LVZ berichtete).

Das Insolvenzverfahren werde dadurch aber nicht berührt, betonte die Verwaltung in Wolfratshausen. "Man muss abwarten, wie viele Forderungen zusammenkommen, ob es eine Quote für die Gläubiger geben wird. Ob der einzelne Gläubiger noch etwas bekommt und wie viel, kann man im Moment noch nicht sagen."

Von der Show-Pleite betroffen sind auch einige Firmen aus der Region Leipzig. Außerdem warten Ticket-Käufer, die damals die Shows besuchen wollten, noch immer auf die Erstattung ihrer Eintrittsgelder.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.09.2013

Frank Döring

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