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Lokales Nach Spekulationen: OBM Jung will kein Minister in Dresden werden
Leipzig Lokales Nach Spekulationen: OBM Jung will kein Minister in Dresden werden
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01:00 17.10.2014
OBM Burkhard Jung auf dem Balkon seines Dienstzimmers im Neuen Rathaus. Quelle: André Kempner
Leipzig

Einige "User" diskutierten gleich eifrig darüber.

Zum Beispiel schrieb Manfred Wischer in Anspielung auf den Finanzskandal bei den Wasserwerken: "An dem Gerücht kann schon was dran sein. Vielleicht gibt es schon ein Urteil aus London. Wenn Leipzig den Prozess verlieren würde, käme die Stadt ja fast automatisch unter Zwangsverwaltung. Da kann man als OBM nur flüchten."

Nun irrt Herr Wischer, was das Urteil zum KWL-Prozess betrifft. Nach LVZ-Informationen hat das Gericht in London noch nicht zu dem Streit über 370 Millionen Euro entschieden, wird dies wahrscheinlich erst in einigen Wochen, vielleicht gar erst im Januar tun.

Neu an dem Diskurs im Internet ist allerdings, dass sich auch bekannte Kommunalpolitiker daran beteiligten. Leipzigs Grünen-Chef Jürgen Kasek schrieb: "Ob es dazu kommt, ist derzeit völlig offen." Genau wie FDP-Stadtrat René Hobusch schränkte er zugleich ein, dass dieser Fall "nach der Koalitionsarithmetik von Schwarz-Rot" recht unwahrscheinlich sei. Hobusch schrieb: "Ob Jung nach Dresden geht? Mir klingt im Ohr, als hätte er gesagt, er würde nur für die SPD am Verhandlungstisch sitzen, selbst aber nicht in ein Ministeramt wechseln wollen.

Das wird in der quotierten Tante SPD auch schwierig. Landes- und Fraktionschef Dulig wird ein Ministeramt beanspruchen und es würde mich wundern, wenn für die SPD mehr als zwei Ministerämter herausspringen. Daher wird die Nummer zwei wohl an eine Frau gehen - Kompetenz hin oder her." Auch Linke-Stadträtin Juliane Nagel schrieb etwas: "Diese Information hat nicht mehr als den Status eines Gerüchtes, dessen Quelle niemand kennt. Es würde nicht für ihn sprechen, das Schiff zu verlassen."

Jung selbst saß gestern wieder etliche Stunden bei den Koalitionsverhandlungen in Dresden. Über Stadtsprecher Matthias Hasberg ließ er verbreiten: "Herr Jung bleibt Oberbürgermeister der Stadt Leipzig. In den Koalitionsverhandlungen vertritt er auf Seiten der SPD die Interessen der Kommunen." Das allerdings stand noch nicht im Internet.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.10.2014

Jens Rometsch

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