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Lokales Nach Streik bei Abfallwirtschaft: Leipzigs gelbe und blaue Tonnen bleiben bis Montag stehen
Leipzig Lokales Nach Streik bei Abfallwirtschaft: Leipzigs gelbe und blaue Tonnen bleiben bis Montag stehen
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11:12 13.07.2013
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Der Grund sind die Nachwirkungen des Streiks bei der Abfall-Logistik Leipzig (ALL) am Donnerstag und Freitag.

Der Arbeitsausstand ist zwar nach Verdi-Angaben inzwischen ausgesetzt worden, der ALL zufolge dauert es aber rund zwei Wochen, bis alle Touren wieder planmäßig bedient werden. Am Montag solle nun den Rückstand vom Donnerstag und am Dienstag von Freitag aufgeholt werden, bestätigte die ALL. Das setze sich dann auch in den Folgetagen weiter fort. Über Sonderschichten an zwei Sonnabend komme der Plan wieder ins Lot. Derzeit würden nur Schwerpunkte wie Krankenhäuser oder einzelne Straßen versorgt.

Forderung: Verbandsbeitritt und Tariflöhne

Verdi wollte mit dem Ausstand den Druck steigern und der Forderung nach deutlich höheren Löhnen Nachdruck verleihen. Die Gewerkschaft dringt darauf, dass das Unternehmen dem Bundesverband der deutschen Entsorgungs-, Wasser und Rohstoffwirtschaft (BDE) beitritt. Dort lägen die Löhne etwa 30 Prozent höher. Bei ALL gibt es derzeit keinen Tarifvertrag.

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"Wir sind bereit, einen Haustarifvertrag abzuschließen", sagte Geschäftsführer Uwe Rantzsch. Ein BDE-Beitritt sei aber unrealistisch. In den Tarifverhandlungen seien zwei Prozent mehr Lohn für 2013 und drei Prozent mehr für 2014 angeboten worden. Verdi nannte das Angebot "in keiner Weise akzeptabel".

Die Beschäftigten hätten 1500 Euro brutto monatlich, das reiche nicht, sagte Viecenz. "Das Angebot der Arbeitgeber, unserer Lohn um 17 Cent und 2014 um 26 Cent zu erhöhen, ist doch ein Witz", sagte ein Streikender. "Ich wäre gern in der Lage, meine Familie zu ernähren. Und im Urlaub mal wegfahren, wäre auch eine neue Erfahrung für meine Kinder."

Die ALL gehört zu 51 Prozent der Stadt Leipzig. Die restlichen 49 Prozent hält das private Entsorgungsunternehmen Alba Leipzig.

mro/U.L.

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