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Lokales Nach Todesfall herrscht Angst im Knirpsen-Land Leipzig
Leipzig Lokales Nach Todesfall herrscht Angst im Knirpsen-Land Leipzig
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14:19 19.05.2015
Die Kita "Knirpsen-Land am Königsstein " in Lausen-Grünau. Quelle: André Kempner

. Eine junge Frau, die gerade ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in der Einrichtung ableistete, verstarb nach Informationen dieser Zeitung am Montag dieser Woche im Universitätsklinikum Leipzig an den Folgen einer schweren Hirnhautentzündung, ausgelöst durch eine Meningokokken-Infektion. Daraufhin wurden am Montag die beiden Gruppen, mit denen die 19-Jährige Kontakt hatte, vorsorglich nach Hause geschickt. Den Eltern wurden im Rahmen der Evakuierung ein Prophylaxemittel für ihre Kinder sowie ein Informationsblatt ausgehändigt.

Rathaus-Sprecher Matthias Hasberg bestätigte gestern auf LVZ-Anfrage die Tragödie in der Einrichtung der gemeinnützigen Kinderland 2000 GmbH. Mitarbeiter der Kommune hätten im Verlauf der Woche die besorgten Eltern und Erzieherinnen der Krippe zu beruhigen versucht. Das Gesundheitsamt war involviert. Am Montag soll nun im Knirpsen-Land das normale Leben wieder beginnen. Doch die Mütter und Väter, aufgeschreckt durch den Todesfall, haben Angst, dass die Inkubationszeit, die bei Meningokokken nur von kurzer Dauer ist, noch nicht vorbei sein könnte.

Bei der Toten handelt es sich um eine 19-Jährige, die aus Wermsdorf bei Oschatz stammt (Landkreis Nordsachsen), zuletzt aber mit ihrem Freund in Leipzig lebte. Sie erkrankte offensichtlich an einem besonders seltenen, lebensbedrohlichen Typ der Meningitis. Möglicherweise handelte es sich dabei auch um eine exotische Variante. Innerhalb weniger Tage verschlechterte sich der Zustand der jungen Frau dramatisch. Am Sonnabend der Vorwoche soll sie ins Koma gefallen sein, aus dem sie nicht mehr erwachte. Wo sich die Frau infizierte, bleibt vorerst unklar.

Stadtsprecher Hasberg betonte auf Anfrage, dass keine Gefahr mehr bestehe, die Inkubationszeit laut Gesundheitsamt abgelaufen sei. Es habe keine weiteren Krankheitsfälle gegeben - weder bei Kindern noch bei Erwachsenen. Meningokokken würden bei Raumtemperatur sehr schnell absterben, sie seien nur im feuchten Rachenraum lebensfähig.

Was bleibt, ist die Angst der Eltern vor dem kommenden Montag ...

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.05.2014
Katrin Kleinod

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