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Lokales Nach dem Tod von Drogenabhängiger und ihrem Sohn in Leipzig: Ermittlungen laufen noch
Leipzig Lokales Nach dem Tod von Drogenabhängiger und ihrem Sohn in Leipzig: Ermittlungen laufen noch
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15:39 17.07.2015
Im Juni 2012 fanden Rettungskräfte die 26-jährige Frau und ihren Sohn tot in ihrer Wohnung in Gohlis. Quelle: Christian Nitsche
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Leipzig

Es sei derzeit noch nicht abschätzbar, wann die Untersuchungen zu den Ereignissen, die zum Tod der jungen Frau und ihres Kindes führten, abgeschlossen werden könnten, sagte Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz.

Es könne auch noch nicht gesagt werden, ob es eine strafrechtlich relevante Pflichtverletzung eines Mitarbeiters gegeben habe. Die Großmutter des Jungen hatte gegen mehrere Personen, darunter Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) Strafanzeige wegen Totschlags durch Unterlassen gestellt.

Die 26-Jährige und ihr Sohn waren Mitte Juni in ihrer Wohnung im Stadtteil Gohlis gefunden worden. Bewohner hatten Fäulnisgeruch bemerkt und die Polizei gerufen. Die Familie war längere Zeit vom Allgemeinen Sozialen Dienst betreut worden. Im April war die Frau dort erschienen, um mitzuteilen, dass sie mit ihrem neuen Lebensgefährten umziehen wolle. Seither hatte sich das Amt nicht mehr um sie gekümmert. Die junge Mutter starb an einem Drogen-Mix aus Heroin und Kokain. Der kleine Junge verdurstete neben der Leiche seiner Mutter. Die Frau war laut Staatsanwaltschaft im dritten Monat schwanger.

Die Stadt Leipzig ließ ein Gutachten erarbeiten, inwiefern fachliche Standards der Kinder- und Jugendhilfe verletzt wurden. Das Gutachten sei hinsichtlich einer Weiterentwicklung von Verfahrensabläufen ausgewertet worden, teilte die Stadt dazu knapp mit. Als Konsequenz aus dem dramatischen Vorfall seien unter anderem Verfahrensrichtlinien präzisiert worden. So wurden fallspezifische Schutzkonzepte und ein Wiedervorlagesystem für die jeweils verantwortlichen Sozialarbeiter erarbeitet. Nach städtischen Angaben leben gegenwärtig 131 Kinder in 107 Familien, die durch den Allgemeinen Sozialen Dienst betreut werden.

dpa

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