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Nach mehr als einem Vierteljahrhundert: Sanierung des Leipziger „Nexö“ beendet

Altenpflegeheim Nach mehr als einem Vierteljahrhundert: Sanierung des Leipziger „Nexö“ beendet

Am 24. Oktober mit der Einweihung des neu hergerichteten „Strietz-Saals“ zugleich das Ende einer Umbau- und Sanierungsphase des zu DDR-Zeiten größten Leipziger Altenpflegeheims „Martin Andersen Nexö“ gefeiert, die 1989 begonnen hatte.

Stefan Eckner und Assistentin Anja Brockmann werden am Montag mit vielen Gästen im zuletzt neu hergerichteten „Strietz-Saal“ das Ende einer langen Nexö-Sanierungsphase feiern.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Stefan Eckner steht mit einer gewissen Begeisterung im neu hergerichteten großen „Strietz-Saal“, den der Komplex des kommunalen Altenpflegeheims „Martin Andersen Nexö“ am Südgiebel beherbergt. Es riecht nach frischer Farbe. Die Technik für die Bühne ist top-modern, das Mobiliar erneuert. „Wir hatten hierfür zwar keine Denkmalschutzauflagen, aber im Wesentlichen versucht, denkmalgerecht zu bleiben“, zeigt sich der Geschäftsführer der Städtischen Altenpflegeheime Leipzig GmbH (SAH) zufrieden. Am 24. Oktober wird sich der nunmehr multifunktionale „Strietz-Saal“, der jetzt nach einer früheren landläufige Bezeichnung für Stötteritz benannt wurde, erstmals mit Gästen füllen und feierlich eingeweiht. Zugleich wird angestoßen auf das Ende einer ziemlich langen Umbau- und Sanierungsphase des gesamten Gebäudeensembles, die 1989 begonnen hatte.

Die Geschichte des Altenheimes selbst begann mit der Errichtung der Zweiganstalt II des Johannishospitals. Nach vielen Rückschlägen durch Krieg und Zerstörung wurde es 1951 in die kommunale Verwaltung überführt, erhielt den Namen „Feierabendheim Martin Andersen Nexö“. In der DDR-Zeit war es Leipzigs größtes Altenheim. 1365 Plätze hielt der Stötteritzer Großkomplex vor, der letztlich in den 1960-er Jahren neu hochgezogen worden war. Nach der politischen Wende 1989 sank die Platzzahl. Eine langfristige Nutzung einzig als Pflegeheim in dieser Dimension kam nicht mehr infrage. Es galt eher moderne Bereiche für eine zeitgemäße, optimale Pflege beziehungsweise Betreuung betagter Bürger zu schaffen. Und vor allem: „Der bauliche Zustand zur Wendezeit war einfach schlimm“, erinnert Eckner.

Die Sanierungskette des aus fünf Häusern und vier Verbindungstrakten bestehenden Ensembles lief an: Haus 1 bekam zumeist Verwaltungsräume, Haus 3 und 4 wurden nach neuestem Standard mit Fördermitteln des Freistaates stationäre Pflegeeinrichtungen mit insgesamt 310 Plätzen. Haus 5 firmiert jetzt als altersgerechte Wohnanlage. Eine Bestimmung, die nun auch dem seit dem Vorjahr „umgekrempelten“ Haus 2 zuteil wird und dessen Fertigstellung den großen Modernisierungsakt zur baulichen wie inhaltlichen Erneuerung des DDR-Feierabendheimes beschließt. Zusammen mit dem nunmehr völlig aufgemöbelten „Strietz-Saal“, der gut 220 Personen Platz bietet und laut Eckner gern auch extern für Veranstaltungen mietbar ist. Unterm Strich wurden in all‘ den zurückliegenden knapp 27 Jahren mehr als 41 Millionen Euro ins vom Volksmund liebevoll auch heute noch kurz „Nexö“ genannte Ensemble zwischen Riebeck-, Kregel- und Stötteritzer Straße investiert.

Von Angelika Raulien

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