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Nachhaltigkeit und natürliche Materialien auf der diesjährigen Designers’ Open

Designers’ Open Leipzig Nachhaltigkeit und natürliche Materialien auf der diesjährigen Designers’ Open

Mehr als 200 nationale und internationale Designer präsentieren noch bis Sonntag auf der Designers’ Open ihre Produkte. Am Freitag wurde die Messe eröffnet. LVZ.de hat sich zwischen den Ständen umgeschaut und mit einigen Ausstellern gesprochen.

Leonor Barrios aus Berlin stellt Schmuck aus Holz und Horn her.
 

Quelle: André Kempner

Leipzig.  Außergewöhnlicher Schmuck, nachhaltige Mode, Möbel aus Fundstücken – Besucher der diesjährigen Designers’ Open können einiges entdecken. Am Freitag wurde die Messe in der Kongresshalle eröffnet. Mehr als 200 nationale und internationale Designer und Labels präsentieren noch bis Sonntag in 14 Sälen ihre Produkte. Die Aussteller teilen sich in vier verschiedene Areas auf: In „Research & Industry“ stellen Profis wie auch Studenten ihre Produktideen vor. „Fashion & Accessoires“ bietet Mode vom Designer, während es im Bereich „Interior & Furniture“ alles für ein gemütliches Zuhause gibt. Die Area „Graphic & Media“ präsentiert den Besuchern unter anderem Illustrationen und Kunstdrucke.

In diesem Jahr spielen vor allem die Themen Nachhaltigkeit und natürliche Materialien eine große Rolle, das wird bei einem Rundgang über das Messegelände schnell deutlich. Vor allem Accessoires aus Holz und Leder sind im Trend, wie zum Beispiel der Schmuck von Leonor Barrios, die strahlend neben ihrem Stand steht. Die 49-Jährige kommt ursprünglich aus Venezuela. Seit 23 Jahren lebt sie in Deutschland, momentan in Berlin. Vor 15 Jahren gründete sie ihr Schmucklabel „Leonor Barrios Fine Jewelry“. „Mein Schmuck war schon immer groß und aussagekräftig“, erzählt sie. Zwischenzeitlich habe sie kurz versucht, sich am Markt zu orientieren, wo eher feine und filigrane Schmuckstücke beliebt sind. „Aber das ist einfach nicht mein Ding“, sagt Barrios. Nun stellt sie Ohrringe, Ketten und Armreifen aus Horn und Holz her. Alles ist handgefertigt, zum Teil in Venezuela, zum Teil in Berlin. „Mich inspiriert vor allem die Natur“, erzählt die zierliche Frau.

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Mehr als 200 nationale und internationale Designer präsentieren noch bis Sonntag auf der Designers’ Open ihre Produkte. LVZ.de hat sich umgeschaut.

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Auch Tobias Lang arbeitet mit Holz, hat sich allerdings auf Uhren und Sonnenbrillen spezialisiert. Gemeinsam mit seinem Kollegen Tobias Decker hat der 29-jährige Stuttgarter vor anderthalb Jahren zwei Labels gegründet: „Fento“ vertreibt handgefertigte Sonnenbrillen, „Mistura“ Uhren – beide verwenden natürliche Materialien. Dabei haben die beiden Gründer ein Auge fürs Detail: Auf dem Zeigerblatt mancher Uhren zum Beispiel befinden sich winzige Stücke getrockneter und gepresster Hortensienblätter. Lang und Decker verwenden nur nachhaltige Materialien. Warum? „Das ist für uns einfach ein Grundwert. Wir müssen unsere Umwelt erhalten“, sagt Lang.

Hüte, wie aus der Zeit gefallen

Anja Baumgärtel stellt Möbel aus Fundstücken her – aus Körben vom Schrottplatz wird eine Lampe, aus Sahnetütenabtropfgestellen werden Tischbeine. „So erhalten die Sachen einen neuen Gebrauchswert“, sagt Baumgärtel. Die gelernte Tischlerin produziert ausschließlich Unikate. Seit 2011 lebt sie in Leipzig, vor drei Jahren eröffnete sie in der Georg-Schwarz-Straße ihren Werkstattladen „findelkind“.

Auch handgemachte Kleidung nimmt in unterschiedlichen Sälen einen großen Teil der Designers’ Open ein. Menschen schlendern durch die Gänge, lassen ihre Finger über bunte Mäntel und außergewöhnlich geformte Taschen streifen. Ein bisschen wie aus der Zeit gefallen wirken die beiden Gründerinnen Julia Seyfarth und Romy Marienfeld. Marienfeld hat sich mit ihrem Label „Faunauge“ auf Kopfschmuck spezialisiert, sie stellt nicht nur Hüte her, sondern zum Beispiel auch florale und zarte Haarreife – „sehr beliebt bei Bräuten“, erzählt die 32-jährige Leipzigerin. 2011 gründete sie „Faunauge“ aus einem Hobby heraus. „Ich habe mir früher fürs Wave Gotik Treffen schon immer selbst Hüte gemacht, das mag ich einfach sehr gern“, sagt sie. Ein gemeinsamer Freund stellte ihr schließlich Julia Seyfarth vor, die sich auf Kleider im Stil der 30er bis 50er Jahre spezialisiert hat. „Ich finde das einfach wunderschön, weiblich und elegant“, sagt die 35-Jährige.

Das „Studio Hartensteiner“ rief 2005 die Messe ins Leben

In der Abteilung „Research & Industry“ präsentiert sich gleich neben dem Haupteingang das Leipziger Designstudio „Studio Hartensteiner“. Schwierig, mit Geschäftsführer Jan Hartmann ins Gespräch zu kommen, denn der Stand zieht viele Neugierige an. Das Designstudio hat eine besondere Beziehung zur Messe: 2005 rief das „Hartensteiner“ die Designers’ Open ins Leben, 2013 übergab das Studio die Veranstaltung an die Messe Leipzig. Dieses Jahr ist Hartmann zum ersten Mal auch als Aussteller dabei. „Das ist ein schönes Gefühl“, sagt der Geschäftsführer. Auf der Messe präsentiert er mit seinen Kollegen Andreas Neubert und Johann Schmidt unter anderem den „Klappt / Mini“: in der Höhe verstellbare Bänke für Krippen und Kindergärten. Die Bänke sehen im minimalistischen Design nicht nur gut aus, sondern sind auch kippelfrei und stehen auch zum Beispiel im Sand und auf Rasen stabil. „Vor einem Tag ist der ‚Klappt / Mini’ fertig geworden“, erzählt Hartmann. Jetzt ist er gespannt auf die Reaktionen der Messebesucher.

Mehr Infos finden Sie hier.

Von Sophie Aschenbrenner

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