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Lokales Nächtlicher Besuch in Reudnitz - Feuerwehr entfernt Riesen-Eiszapfen
Leipzig Lokales Nächtlicher Besuch in Reudnitz - Feuerwehr entfernt Riesen-Eiszapfen
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10:17 13.01.2010
Nächtlicher Besuch in Reudnitz: die Feuerwehr entfernte vor dem Haus von LVZ-Online-User Jens Hoppe am Mittwoch um 1.30 Uhr Eiszapfen von der Dachrinne. Quelle: Jens Hoppe
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Die Kameraden arbeiten zu der gewöhnungsbedürftigen Uhrzeit, damit möglichst wenig Passanten gefährdet werden.

Im gesamten Stadtgebiet kämpfen die Floriansjünger zur Zeit mit den eisigen Stalaktiten. „Wir sind praktisch permanent im Einsatz“, sagt Leipzigs Feuerwehr-Chef, Karl-Heinz Schneider. Binnen 24 Stunden gab es 150 Einsätze.

Und die Gefahr durch Eiszapfen ist nicht zu unterschätzen, bestätigt Oberarzt Pierre Hepp von der Unfallchirurgie der Uniklinik. Gehirnerschütterungen und offene Wunden sind keine Seltenheit, im schlimmsten Fall können die Kopfverletzungen sogar zum Tod führen.“ In diesem Winter sei aber noch niemand, von einem Eiszapfen verletzt in die Uniklinik eingeliefert worden. „In den vergangenen Jahren haben wir das aber durchaus erlebt.“

Ungewöhnlicher Besuch für die Bewohner der Perthesstrasse in Reudnitz. Am Mittwochmorgen um halb 2 schaute die Feuerwehr vorbei, um die fast einen Meter langen Eiszapfen an den Hausgiebeln zu entfernen. Die Kameraden arbeiten zu der gewöhnungsbedürftigen Uhrzeit, damit möglichst wenig Passanten gefährdet werden.
Wie lange die Zapfen noch ein solch großes Problem darstellen, ist bisher nicht abzuschätzen. „Solange die Temperaturen so tief sind, müssen wir uns damit beschäftigen“, sagt Karl-Heinz Schneider.

Das Schnee und Eis die Leipziger scheinbar auch zusammen schweißen, hat Beate Peinel am Dienstagabend erlebt. Als sie sich beim Ausparken festfuhr, versuchten sofort mehrere Passanten sie herauszuschieben. Da die Anschub-Helfer jedoch zu scheitern drohten, fand sich ein Geländewagenfahrer, der die Krankenschwester aus ihrer misslichen Lage befreite. Offensichtlich hat das Wetterchaos auch seine guten Seiten.

Johannes David, dpa

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