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Nazi-Opfern mit Gedenk-Koffern ein Gesicht verleihen

Nazi-Opfern mit Gedenk-Koffern ein Gesicht verleihen

Zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar haben sich die Initiative "Gedenkmarsch Leipzig" und mehrere hiesige Vereine eine besondere Aktion ausgedacht: Möglichst viele Koffer sollen als Symbol für die Deportation und Ermordung ehemaliger Leipziger Bürger gestaltet werden.

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Die Gedenkstätte am Standort der alten Synagoge in der Gottschedstraße.

Quelle: Volkmar Heinz

Leipzig. Dazu soll auf einer Kofferseite ein Bericht über das Leben und Leiden des Opfers oder zu einer Opfergruppe befestigt sein, auf der anderen soll sich der jeweilige Akteur mit seinem antifaschistischen Einsatz vorstellen. So entstehen Gedenk-Koffer mit den unterschiedlichsten Biografien und Leidenswegen.

Betrachter, die von Koffer zu Koffer gehen, sollen so "den Weg des Grauens" nachvollziehen können, darüber ins Gespräch kommen. Damit würden aus dem bloßen Gedenken mahnende Gesichter und Einzelschicksale, meinen die Organisatoren. Die ersten Koffer werden bei der morgigen Aktion auf dem Bahnhofsvorplatz (Willy-Brandt-Platz) ab 17.30 Uhr ausgestellt sein. Danach sollen sie weitere Aktivitäten begleiten: So beim elften Gedenkmarsch für die Opfer der Todesmärsche 1945 am 2. Mai, bei der Gedenkveranstaltung zum 8. Mai, dem 65. Jahrestag der Befreiung vom Hitlerfaschismus, und zum Weltfriedenstag am 1. September.

Und ebenso zum Gedenktag für die Opfer der Pogromnacht am 9. November dieses Jahres, an dem symbolisch bei einer Mahnwache an allen Stolpersteinen in der Stadt diese Koffer dabei sein werden, um sie dann zur Veranstaltung an der ehemaligen Synagoge Gottschedstraße auf die Stühle der dortigen Gedenkstätte zu stellen. "Mit dieser Geste wollen wir die Grausamkeit der Deportation ein wenig begreifbarer machen", sagt Richard Gauch von der Initiative Gedenkmarsch Leipzig. "Wer mitmachen mag und es nicht mehr schafft, bis zum 27. Januar einen solchen Koffer anzufertigen, der sollte versuchen, ihn zum nächsten Gedenk-Termin, dem 2. Mai, mitzubringen", so Gauch.

Die hinter ihm stehenden friedensbewegten Leipziger Initiativ-Gruppen setzen sich im Zuge der Koffer-Aktion übrigens auch für eine Gedenktafel für die vielen während der Nazi-Zeit Deportierten am Leipziger Hauptbahnhof ein.

Amgelika Raulien

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