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Lokales Neubau-Streit: Unister-Chef ins Rathaus eingeladen
Leipzig Lokales Neubau-Streit: Unister-Chef ins Rathaus eingeladen
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22:42 18.02.2010
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Wie berichtet, liegt die 40-Millionen-Euro-Investition seit Monaten auf Eis.

Grund ist der Wunsch des Internet-Unternehmens, bei dem geplanten Neubau an der Goethestraße/Ecke Brühl ein zusätzliches Stockwerk zu errichten, das 200 weiteren Mitarbeitern Platz bieten soll. Die Stadt lehnt ein 36.8 Meter hohes Bauwerk an der Stelle ab, weil es sich nach Ansicht der Planer nicht in die Umgebung einfügen würde.

Detlef Schubert (CDU), Wirtschaftsstaatssekretär von Sachsen-Anhalt, will sich morgen mit Wagner treffen. Außer von Schubert erhielt Unister in dieser Woche auch Angebote aus Schweinfurt und aus Chemnitz für einen Umzug der Firmenzentrale. Nach Anfragen von CDU und FDP, denen es vor allem um die Arbeitsplätze geht, reichte gestern die Linke-Fraktion einen Antrag für die nächste Ratsversammlung am 24. Februar ein. Laut Stadtrat Siegfried Schlegel schlägt die Linke die Vorbereitung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanverfahrens vor, das im Bedarfsfall zügig umzusetzen sei. Damit wolle die Fraktion erreichen, dass Unister zum Ergebnis eines Architektenwettbewerbs zurückkehrt, der im Juli 2009 stattfand. Im Stadtplanungsamt betonte Heike Scheller, dass der damals prämierte Entwurf "sofort" eine Baugenehmigung erhielte.

Jury-Vorsitzender war seinerzeit Architekt Andreas Wolf, Professor an der Leipziger Hochschule HTWK. Das Projekt an der Goethestraße sei wegen seiner wirtschaftlichen und stadträumlichen Bedeutung von allen Beteiligten "prioritär und überaus wohlwollend" behandelt worden, erklärte Wolf gestern. Die Jury, der auch die Chefs von Unister angehörten, habe sich einstimmig für den Entwurf des Leipziger Architekturbüros Luka Kalkof entschieden, weil er den gemeinsamen Anspruch, eine "qualitätvolle und nachhaltige Architektur" zu schaffen, optimal erfüllt habe. "Explizit und einstimmig wurde die gezeigte bauliche Dichte und Höhe des Baukörpers in diesem Sinne als stadtverträgliches Maximum vereinbart", betonte Wolf. Klaus Füßer, Fachanwalt für Verwaltungsrecht, wies darauf hin, dass die Stadt bei einer weiteren Ablehnung der 36,8 Meter Schadensersatz riskiere

jr

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