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Neubau für drei Millionen Euro: Leipziger Hospiz Advena bekommt neues Haus

Neubau für drei Millionen Euro: Leipziger Hospiz Advena bekommt neues Haus

Das Leipziger Hospiz Advena plant für rund drei Millionen Euro einen Neubau. Die Einrichtung, in der Menschen in ihrer letzten Lebensphase eine ganzheitliche Betreuung und Versorgung erfahren, war vor 17 Jahren - kurz vor Leipzigs zweitem Hospiz Villa Auguste - als erste stationäre Einrichtung dieser Art in der Stadt eröffnet worden.

Leipzig. Um den Wünschen und Bedürfnissen der Bewohner besser gerecht zu werden, wie es hieß, sei für das kommende Jahr die Grundsteinlegung für ein neues Objekt geplant.

"Deshalb wird es bei uns aber keine Kapazitätserweiterung geben. Nach wie vor werden wir 16 Plätze anbieten", erklärte Hospiz-Sprecherin Ann Stürzebecher. "Doch wenn das neue Haus steht, wird unser Hospiz vom jetzigen Standort Birkenstraße umziehen und in dem dann viel größeren, neuen Gebäude unter anderem auch einen Extra-Bereich für junge, schwerkranke Erwachsene vorhalten. Wir möchten auch deren Lebensansprüchen mehr Aufmerksamkeit schenken", so Stürzebecher.

Generell benötigt das Hospiz Advena künftig mehr Platz. "Im neuen Objekt haben wir beispielsweise Aufenthaltsräume für Kinder von schwerkranken Erwachsenen vorgesehen. Nicht zuletzt, um sie psychologisch in einer auch für sie schwierigen familiären Situation begleiten zu können", schilderte die Sprecherin. Zudem solle es fortan Übernachtungsmöglichkeiten für Angehörige und Freunde geben sowie Räume für gemeinsame Mahlzeiten. "Neben Therapieräumen, einem großen Pflegebad und einer Küche sind außerdem ein großer Garten sowie Balkone für die Bewohnerzimmer vorgesehen", sagte Stürzebecher. "Kurzum: Ein Hospiz, gestaltet wie ein Zuhause, allerdings natürlich mit der nötigen medizinischen Betreuung und Versorgung."

Konkret werde der Neubau auf dem Nachbargrundstück des jetzigen Hospizes in der Kindstraße entstehen. Ein Teil der Investition werde vom Vermögen der Wiesbadener IFB-Stiftung (Inklusion durch Förderung und Betreuung) getragen, deren Projekt die gemeinnützige Hospizium Leipzig GmbH ist, und unter deren Dach wiederum neben dem stationären Hospiz Advena auch ein ambulanter Hospizdienst und die Leipziger Hospiz- und Palliativakademie arbeiten. 800 000 Euro für die Neubau-Finanzierung sollen laut Stürzebecher über Spenden aufgebracht werden. "Wir wollen versuchen, diese mit Hilfe verschiedener Projekte zu akquirieren. So wird ein Spendenkonzert für den 4. Oktober dieses Jahres in der Heilandskirche in Plagwitz mit dem Ensemble ,Rozhinkes' organisiert. Zudem möchten wir in Leipzig eine Art Spendentrichter aufstellen. Allerdings fehlt uns dafür momentan noch der Standort."

Bereits jetzt arbeitet das Hospiz Advena mit dem virtuellen Flohmarkt "SWOP" zusammen. "Über die SWOP-App können Anbieter Gegenstände, die sie nicht mehr benötigen, hochladen. Andere User holen diesen Gegenstand ab und spenden dann je nachdem 2,22 Euro, 5,55 oder 9,99 Euro", erläuterte die Sprecherin. Der Erlös komme dann der Hospizium GmbH zugute.

"Ich begleite das stationäre Hospiz schon seit vielen Jahren. Nun ist die Zeit für eine Veränderung gekommen. Wir möchten unseren Bewohnern, ob jung oder alt, nur das Beste bieten. Sie sollen sich bei uns wohlfühlen, auch mit ihren Familienangehörigen die letzten Lebensstunden gemeinsam verbringen können. Meine Erfahrung in der Hospiz-Arbeit zeigt, wie wichtig das ist", betonte Hospizium-Geschäftsführerin Bianca Bretschneider.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.03.2015

Angelika Raulien

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