Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Neue Adresse für schönes Lächeln
Leipzig Lokales Neue Adresse für schönes Lächeln
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:14 19.01.2016
Zahnfeen: Katja Herrmann, Birgit Müller-Traut und Steffi Meschke (v.l.).  Quelle: André Kempner
Anzeige
Leipzig

Wer sich an den Verein Zahnfee wenden möchte, findet diesen seit dem 1. November des letzten Jahres in der Rosa-Luxemburg-Straße 20-30. „Unsere alten Räumlichkeiten in der Hildegardstraße waren sehr stark renovierungsbedürftig. Also haben wir uns dazu entschieden, einen neuen Standort für uns zu finden“, sagt Katja Herrmann. Sie ist eine der drei Zahnfeen, die sich ehrenamtlich in dem Verein engagieren. Hauptberuflich ist sie, genau wie ihre beiden Mitstreiterinnen Steffi Meschke und Birgit Müller-Traut, als Zahnarzthelferin, beziehungsweise Zahntechnikerin tätig.

Die neuen Räume sind hell und strahlen Gemütlichkeit aus. „Uns ist es wichtig, dass sich die Hilfesuchenden bei uns wohlfühlen und wir in einer entspannten Atmosphäre miteinander ins Gespräch kommen können“, so die drei Frauen. Vor dem Gang zum Zahnarzt steht nämlich immer erst einmal das Kennenlernen und die Geschichte des Menschen. „Viele haben natürlich auch ein gewisses Schamgefühl, wenn ihre Zähne in einem schlechten Zustand sind“, so Herrmann.

Denn der Verein betreut vor allem Angstpatienten, die viele Jahre keine Zahnarztpraxis von innen gesehen haben. „Außerdem kümmern wir uns um Menschen die aufgrund finanzieller Nöte den Gang zum Zahnarzt bisher aufgeschoben haben.“

Wöchentlich begleitet der Verein etwa 30 Personen zu zahnärztlichen Untersuchungen. Jeden Monat kommen etwa 60 neue Hilfesuchende zu Herrmann, Meschke und Müller-Traut. Durchschnittlich begleiten sie einen Patienten über drei bis vier Monate. Bei manchen dauert es aber auch länger, wenn zum Beispiel die Zähne nach und nach erneuert werden oder jemand einen neuen Anlauf braucht, um seine Angst zu überwinden. „Das langfristige Ziel unserer Arbeit ist natürlich, dass der Patient es schafft wieder von selbst zweimal im Jahr zur Zahnkontrolle zu gehen“, sagen die Frauen.

„Finanziell ist es nicht immer einfach für uns“, sagt Katja Herrmann. „Wir finanzieren uns ausschließlich über private Spenden. Für öffentliche Töpfe kommen wir nicht in Frage – wir setzten uns für Erwachsene ein und nicht für Kinder oder Tiere.“ Da stünden die Chanen wesentlich besser, von der Öffentlichkeit mit Spendengeldern bedacht zu werden.

Von Tatjana Kulpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Am Dienstagmorgen waren Werbespots des „Compact“-Magazins in Leipziger Straßenbahnen zu sehen. Inzwischen haben die Leipziger Verkehrsbetriebe reagiert und die Reklame entfernen lassen.

19.01.2016

Der Frost hat in der vergangenen Nacht in Sachsen kräftig zugeschlagen. Überall im Freistaat fiel das Quecksilber weit unter den Gefrierpunkt. In Leipzig blieb es bei minus 11,2 Grad sogar noch vergleichsweise „warm“. Aus dem Markkleerger See stieg unterdessen Dampf empor.

19.01.2016

Diesen Mittwoch wird Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) gleich zum Anfang der Ratsversammlung ein heikles Thema aufgreifen. Es geht um grenzüberschreitende Finanzgeschäfte mit dem davon abgeleiteten Namen Cross-Border-Leasing (CBL). Und darum, dass die Stadt gerade einen solchen Vertrag zum Leipziger Trinkwassernetz aufgelöst hat.

21.01.2016
Anzeige