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Lokales Neue Ausbreitung des ESBL-Darmkeims an Frühchenstation der Leipziger Uniklinik gestoppt
Leipzig Lokales Neue Ausbreitung des ESBL-Darmkeims an Frühchenstation der Leipziger Uniklinik gestoppt
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17:29 21.02.2014
Auf der Frühchenstation der Leipziger Uniklinik waren im November ESBL-Erreger entdeckt worden. (Symbolbild) Quelle: André Kempner
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Leipzig

Eine Ausbreitung konnte aufgrund verschärfter Hygiene- und Sicherheitsmaßmahmen gestoppt werden.

Das betroffene Frühgeborene sei vermutlich von seiner Mutter infiziert worden, sagte Kieß. Der ESBL-Keim habe für das Neugeborene jedoch keine Gefahr dargestellt. „Mutter und Kind sind gesund“, betonte der Klinikdirektor. Eine Übertragung innerhalb der Station habe durch eine Isolierung des Kindes verhindert werden können.

Frühchenstation im November nach Keimbefall geschlossen

Anfang November hatte eine Ausbreitung des multiresistenten Erregers bei 17 Kindern zu einer vorübergehenden Schließung der Frühchenstation geführt. Die Neonatologie wurde aufwändig gereinigt und Mitte Januar wieder eröffnet. Inzwischen laufe der Betrieb wieder normal, erklärte Kieß. Durch intensives Screening würden Infektionen frühzeitig erkannt und somit eine erneute Ausbreitung verhindert.

Nach Angaben des Experten tragen etwa fünf Prozent der Menschen den ESBL-Keim unbemerkt in sich. Ursache ist laut Kieß eine weit verbreitete Resistenz, die durch unnötige Einnahme von Antibiotika verursacht wird. Bei geschwächtem Immunsystem kann der Darmkeim schwere Krankheiten auslösen und im schlimmsten Fall zu zum Organversagen führen. An mehreren deutschen Kliniken, darunter Passau, Mainz und die Berliner Charité, war es in den vergangenen Jahren zu Todesfällen bei Kleinkindern gekommen.

Robert Nößler

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