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Lokales Neue Details nach Absturz von Unister-Chef Thomas Wagner
Leipzig Lokales Neue Details nach Absturz von Unister-Chef Thomas Wagner
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08:58 12.07.2017
Der tödliche Flugzeugabsturz von Unister-Gründer Thomas Wagner lässt weiter viele Fragen offen.   Quelle: Unister
Leipzig

 Nach dem Flugzeugabsturz in Slowenien, bei dem am Donnerstag Unister-Chef Thomas Wagner (38) und Firmenmitgründer Oliver Schilling (39) starben, bleibt die Ursache des Unglücks weiter rätselhaft. „Wir stehen dazu in Kontakt mit den Behörden, haben aber noch keine weiteren Informationen“, sagte Firmensprecher Dirk Rogl am Sonntag der LVZ. Er bestätigte inzwischen, dass die beiden Männer für Gespräche mit Investoren von Leipzig nach Venedig gereist waren. Nach LVZ-Informationen ging es dabei um einen Zehn-Millionen-Euro-Kredit, der jedoch nicht zustande kam. Wagner sollte dafür 1,5 Millionen Euro Sicherheit hinterlegen. Warum er und Schilling einen Geldkoffer dabei hatten, in dem sich laut einem Bericht mehrere Millionen Euro Bargeld befunden haben sollen, bleibt jedoch rätselhaft.

Unister-Chef Thomas Wagner ist beim Absturz eines Kleinflugzeugs in Slowenien ums Leben gekommen. Die Unglücksstelle befindet sich bei Predmeja im Westen des Landes. Fotos: dpa

Wie die Bild-Zeitung schreibt, soll der Unglückspilot der abgestürzten Piper PA-32R ein Fluglehrer aus Nordrhein-Westfalen gewesen sein. Der 73-jährige Kurt E. habe jahrzehntelange Erfahrung gehabt und sei nahezu täglich geflogen. Er arbeitete in einer Flugschule in Sankt Augustin bei Bonn. Bei dem vierten Verunglückten handelte es sich den Angaben zufolge um einen aus Iserlohn (Nordrhein-Westfalen) stammenden Finanzvermittler. Der 65-jährige Heinz Horst B. habe auch den Privatflieger gechartert, mit dem die Männer am Donnerstagvormittag in den Bergen Sloweniens abstürzten.

Nachfolge Wagners bleibt vorerst offen

Die Nachfolge Wagners als Geschäftsführer des Internetriesen Unister (ab-in-den-urlaub.de, fluege.de) mit 1200 Mitarbeitern blieb am Wochenende offen. „Bislang gibt es noch keine Entscheidung“, sagte Rogl am Sonntag. Auch was mit Wagners 40-prozentigem Firmenanteil und der Zehn-Prozent-Beteiligung Schillings geschieht, ist noch unklar. Laut der Unternehmenssatzung könnten die verbliebenen Gesellschafter die Anteile erwerben. Bei ihnen handelt es sich um Mitgründer Daniel Kirchhof, Sebastian Gantzckow, Schillings Zwillingsbruder Christian sowie die Firma Opus 30, hinter der der Leipziger Immobilienunternehmer Steffen Göpel steht.

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Im Internet gedachten am Wochenende zahlreiche Freunde und Wegbegleiter der beiden verunglückten Firmengründer. In einem eigens eingerichteten Online-Kondolenzbuch auf der Unister-Website hinterließen sie bis zum Sonntagnachmittag mehr als 70 Beileidsbekundungen. Auf der Firmenhomepage sowie mit großen Traueranzeigen in der Leipziger Volkszeitung vom Sonnabend erinnerte das Unternehmen an Wagner und Schilling. „Gemeinsam haben sie die Unister Group aufgebaut und auch in schwierigen Zeiten nie den Optimismus verloren. Sie waren Vorbilder und für viele von uns auch gute Freunde“, hieß es dort.

Generalstaatsanwaltschaft will Verfahren einstellen

Was aus den beiden Anklagen gegen Wagner am Landgericht Leipzig wegen Steuerhinterziehung, dem unerlaubten Betreiben von Versicherungsgeschäften und Computerbetrugs wird, beantwortete Generalstaatsanwaltschaft-Sprecher Wolfgang Klein der Bild-Zeitung folgendermaßen: „Bestätigt sich Wagners Tod, dann werden die Verfahren gegen ihn eingestellt.“ Die Ermittlungen gegen die drei anderen mitangeklagten Manager seien davon jedoch nicht betroffen.

Von Robert Nößler

Informationen zur kompletten Unister-Akte.

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