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Lokales Neue Grundschule im Waldstraßenviertel: Stadt Leipzig will 2013 an der Goyastraße bauen
Leipzig Lokales Neue Grundschule im Waldstraßenviertel: Stadt Leipzig will 2013 an der Goyastraße bauen
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16:24 06.09.2011
An der Goyastraße sollen eine Grundschule, eine Kindertagesstätte und ein Pflegeheim entstehen. Quelle: Regina Katzer
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Leipzig

Die neue Bildungseinrichtung soll auf einer Freifläche an der Goystraße entstehen. Der Baubeginn ist für 2013 geplant.

Seit Jahren wird im Waldstraßenviertel für den Neubau gestritten. Die Kapazitäten der Lessing-Schule waren schon 2009 erschöpft. Zeitweise lernten dort 374 Kinder, obwohl die Einrichtung nur für 320 Schüler ausgelegt war. Die Folge: Fachkabinette und eigene Horträume fehlten.

Als im vergangenen Jahr wegen der vielen Anmeldungen sechs erste Klassen drohten, reichte es den Eltern. Sie machten Druck bei der Stadt und erreichten im Rathaus zumindest einen Teilerfolg. Zwischen Eitingonstraße, Goyastraße und Sportforum entstand eine Schule in Systembauweise, umgangssprachlich nur Containerschule genannt. Zunächst wurde sie mit 89 Schülern als Außenstelle der Lessing-Schule betrieben. Seit diesem August ist die Einrichtung als Grundschule 5 eigenständig.

Die Stadt betonte von Anfang an, die Containerlösung nur als Übergang betreiben zu wollen. Was für eine langfristige Lösung fehlte war ein Baugrundstück. Diskutiert wurde viel. So sollte einmal die Sportmittelschule in der Max-Planck-Straße in einen Neubau in der Nähe des Sportgymnasiums umziehen. Angedacht war auch eine Grundschule direkt neben dem alten Schwimmstadion oder an der Nordanlage des Sportforums. Alle Pläne taugten bei näherem Hinsehen nicht. Für eine neue Sportmittelschule fehlte ein Bauplatz, die anderen Standorte scheiterten an verkehrstechnischen Bedenken der Planer.

Die Freifläche an der Goyastraße wurde so schnell zum Favoriten. Dort betreibt die Stadtreiningung Leipzig derzeit einen Wertstoffhof. Einige alte Baracken stehen außerdem ungenutzt herum. Bei Großveranstaltungen in der Arena und dem benachbarten Stadion wird der Platz als Parkfläche ausgewiesen.

Problem für die Verwaltung im Neuen Rathaus war stets die Eigentumsfrage. Das Grundstück gehörte Michael Kölmel. Der Eigentümer der Red Bull Arena und Medienunternehmer wollte lange Zeit nicht verkaufen. Inzwischen hat er seine Ansicht geändert. „Die Stadt hatte Interesse und ich wollte etwas Soziales tun“, sagte Kölmel nun gegenüber LVZ-Online. Er habe auch gesehen, dass immer mehr Menschen ins Waldstraßenviertel gezogen seien. Den Preis für das rund 35.000 Quadratmeter große Gelände nennt Kölmel moderat. Genaue Zahlen wollte er nicht nennen.

Nicht nur die neue dreizügige Grundschule, die nach jetzigen Planungen der Behörden zehn Millionen Euro kosten und 336 Kindern Platz bieten soll, sind an der Goyastraße vorgesehen. In direkter Nachbarschaft will die Städtische Altenpflegeheime gGmbH einen neuen Standort errichten. Neben dem Pflegeheim mit 120 Plätzen soll zusätzlich eine Kindertagesstätte mit 150 Plätzen entstehen.

Entscheiden über die Pläne muss noch der Leipziger Stadtrat. In den Haushaltsplanungen für 2013 sei das Geld für den Schulneubau aber bereits vermerkt, bestätigte SPD-Stadtrat Heiko Oßwald. Die Schule in Systembauweise soll nach der Übergabe des Neubaus wieder abgebaut werden, bestätigte die Stadtverwaltung.

Matthias Roth

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