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Lokales Neue Jobs, steigende Löhne: Die meisten Leipziger sind mit ihrem Leben zufrieden
Leipzig Lokales Neue Jobs, steigende Löhne: Die meisten Leipziger sind mit ihrem Leben zufrieden
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23:05 18.02.2016
Der Clara-Zetkin-Park in Leipzig: 78 Prozent aller Bewohner sind mit ihrem Leben sehr oder zumindest zufrieden.   Quelle: Volkmar Heinz
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Leipzig

Die „Glückskurve“ geht noch oben. Vier von fünf Leipzigern geben an, mit ihrem Leben sehr oder zufrieden zu sein. Im Jahr 1991 waren es nur 47 Prozent. Das geht aus dem Trendreport der Stadt Leipzig hervor, der anhand der Bürgerumfragen der Jahre 1991 bis 2014 ausgewählte Parameter reflektiert. Einen Höchstwert erreichte dabei auch die Einschätzung der persönlichen wirtschaftlichen Situation. So geht es aktuell 57 Prozent der Befragten wirtschaftlich „sehr gut“ oder „gut“, vor knapp zweieinhalb Jahrzehnten war dies nur bei 25 Prozent aller Messestädter der Fall.

So lag das persönliche Nettoeinkommen 2014 auf einem Spitzenwert von 1207 Euro, 1991 wurde dieser mit umgerechnet 590 Euro angegeben. „Natürlich ist auch die Miete gestiegen“, erklärte Verwaltungsbürgermeister Ulrich Hörning (SPD), der den Trendbericht am Donnerstag vorstellte. „Die Mietsteigerungen werden aber durch die steigenden Haushaltseinkommen kompensiert.“ Aktuell leben 82 Prozent aller Haushalte zur Miete. Die mittlere Nettokaltmiete je Quadratmeter lag 2014 bei 5,38 Euro, die Warmmiete je Quadratmeter bei 7,45 Euro.

Phase des städtischen Wachstums

Die eigene wirtschaftliche Situation wird von Erwerbstätigen, Rentnern und Studierenden trotz unterschiedlicher Einkommenssituationen sehr ähnlich eingeschätzt. Arbeitslose empfinden hingegen ihre wirtschaftliche Situation als durchgängig schlecht, wobei ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung gesunken ist.

Dabei zeigt sich, dass die persönliche wirtschaftliche Lage günstiger bewertet wird als jene der Stadt. Diese hat einen Index ermittelt und die Stadtentwicklung in vier Phasen eingeteilt. Er beginnt mit der Phase des Aufbruchs und des Aufbaus Ost. Nach einer Abschwächung des Aufholprozesses (Mitte bis Ende der 1990er-Jahre) schließt sich die Verunsicherung und Neuorientierung (bis circa 2007/2008) an. Danach beginnt die Phase des städtischen Wachstums, die durch Einwohnerzuwachs sowie wirtschaftlichen Aufschwung gekennzeichnet ist.

Jeder dritte Leipziger fährt mit dem Rad zur Arbeit

Der Trendbericht hat auch die Mobilität der Leipziger erfasst und festgestellt: 44 Prozent der Erwerbstätigen fahren mit dem Auto zur Arbeit. Das sind fünf Prozent weniger als noch 1993. Das liegt vor allem daran, dass mehr Messestädter mit dem Fahrrad unterwegs sind. Fast jeder Dritte fährt mit dem Rad zur Arbeit. Dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gelang es hingegen nicht, seine Anteile an der Verkehrsmittelnutzung zu erhöhen. Für Fahrten in die Innenstadt hat der ÖPNV mit 43 Prozent jedoch den größten Anteil.

In den Index gingen die Merkmale ein: allgemeine Lebenszufriedenheit, Einschätzung der wirtschaftlichen Situation, Entwicklung des persönlichen Monatsnettoeinkommens, Erwerbsbeteiligung und Ausbildung, Arbeitslosenquote sowie überregionales Wegzugspotenzial.

Der Trendbericht kann auf der Internetseite www.leipzig.de/statistik heruntergeladen und eingesehen werden.

Von Mathias Orbeck/agri

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