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Neue Leipziger Propsteikirche wird später fertig – Wärmesonden sorgen für Bauverzug bis 2014

Neue Leipziger Propsteikirche wird später fertig – Wärmesonden sorgen für Bauverzug bis 2014

Die Fertigstellung der neuen katholischen Propsteikirche in Leipzig verzögert sich. Entgegen der ursprünglichen Planungen werde das Gotteshaus am City-Ring nicht Ende 2013, sondern erst im Sommer 2014 fertig, sagte Pfarrer Gregor Giele am Dienstag auf Anfrage von LVZ-Online.

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Die Fertigstellung der neuen Propsteikirche in der südlichen Leipziger City soll sich bis Mitte 2014 verzögern. Grund sind Planungsänderungen im Wärmekonzept. (Archivbild vom Entwurf des Gebäudes)

Quelle: Schulz & Schulz Architekten GmbH

Leipzig. Grund ist eine Planungsänderung beim Wärmesystem des Gebäudes.

Für die Beheizung der Kirche waren ursprünglich Sonnenkollektoren auf dem Dach geplant. Nun sollen stattdessen rund 100 Meter tiefe Sonden in den Boden gegenüber des Neuen Rathauses getrieben werden, um ein Erdwärmesystem zu installieren.

Das Sondenfeld sei effektiver als die ursprünglich geplante Heiztechnik, erklärte Giele. „Die Sonnenwärme in die Erde zu leiten und dort zu speichern wäre auch technisch zu aufwändig gewesen“, so der Pfarrer. Im Betrieb sei das Erdwärmesystem außerdem zuverlässiger und weniger sensibel.

Ganz verzichten will man auf die Solarenergie aber nicht. Wie Thomas Gohr vom verantwortlichen Architekturbüro Schulz und Schulz mitteilte, sind statt der Kollektoren nun Photovoltaikelemente auf dem Kirchendach vorgesehen.

Wie hoch die voraussichtliche Kostenersparnis gegenüber dem ursprünglichen Konzept ist, konnte Gohr noch nicht beziffern. Die Größenordnung sei erst benennbar, wenn die genauen Planungen abgeschlossen sind. Ausgegangen werde derzeit von einem Erdsondenfeld unter dem gesamten Gebäude in einem Raster von neun mal neun Metern.

„Neue Propsteikirche soll Jahrhunderte erhalten bleiben“

Bereits im Dezember habe sich die Propsteigemeinde St. Trinitatis als Bauherr für den Umstieg bei der Technik entschieden, berichtete Giele. Die aufwändige Planung, die auch durch Wissenschaftler - unter anderem von der Technischen Universität Dresden - begleitet wird, führe nun zu dem etwa sechsmonatigen Bauverzug.

Der Propstei-Pfarrer betonte, wie wichtig eine reifliche Entscheidung beim Nachhaltigkeitskonzept für das Gotteshaus sei: „Andere Gebäude haben einen Lebenszyklus von 50, 60 oder 70 Jahren. Die neue Kirche soll jedoch Jahrhunderte erhalten bleiben.“

Kein Anstieg der Baukosten

Ende April beginnen die Arbeiten für das rund 15 Millionen Euro teure Gotteshaus. Dann wird zunächst mit der Erweiterung der Baugrube begonnen. Bislang befindet sich auf dem Grundstück in der südlichen Leipziger Innenstadt zwischen Martin-Luther-Ring und Peterssteinweg noch eine Brachfläche. Im Sommer sollen die ersten Gründungspfähle für das Gebäude in den Erdboden gerammt werden. Die Bohrungen für die Sonden folgen im Herbst.

An den Kosten für die neue Propsteikirche ändere sich durch die längere Bauzeit nichts, sagte der Pfarrer. „Die Obergrenze von 15 Millionen Euro bleibt bestehen.“ Das Gotteshaus soll zu einem Großteil durch Spenden finanziert werden – bislang sind rund 4,8 Millionen Euro zusammengekommen. Die restlichen Kosten trägt das Bistum Dresden-Meißen.

Robert Nößler

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