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Lokales Neue Online-Plattform für bezahlbares Wohnen und kooperatives Bauen gestartet
Leipzig Lokales Neue Online-Plattform für bezahlbares Wohnen und kooperatives Bauen gestartet
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07:52 25.08.2016
Das Pöge-Haus am Neustädter Markt wurde durch eine Baugruppe von 20 Bewohnern sowie 15 Nutzern der Büros und Ateliers vorbildlich saniert. Zur Eröffnung im September 2014 durften Neugierige auch die Künstler-Wohnung von Samanta Gorzelniak besichtigen. Im Erdgeschoss entstanden zudem Gemeinschaftsräume und ein Café.  Quelle: André Kempner
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Leipzig

 Das Baudezernat im Leipziger Rathaus hat am Mittwoch eine Internetseite freigeschaltet, die ab sofort als „Beratungs- und Projektplattform für bezahlbares Wohnen“ dienen soll. Damit trete das neu geschaffene „Netzwerk Leipziger Freiheit“ nun erstmals an die Öffentlichkeit, erklärte Heike Will vom Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung (ASW).

In den vergangenen fünf Monaten seien Strukturen aufgebaut worden, um „das Thema kooperatives Wohnen von der Nische in die Breite zu führen“, sagte die amtierende Amtsleiterin. So habe die Kommune das Büro UMS Stadtstrategien in der Leibnizstraße 15 beauftragt, orientierende Beratungen für alle Interessenten anzubieten. In dieser ersten Stufe des Angebots werde ein Überblick gegeben, so Architekt Jens Gerhardt von UMS. „Bei uns haben sich schon acht Wohnprojekte angemeldet. Das zeigt den großen Bedarf.“ Ohne Unterstützung hätten Baugruppen kaum noch Chancen, günstigen Wohnraum auf dem Leipziger Immobilienmarkt zu schaffen. „Früher konnten sie ein Grundstück für 50 000 Euro erwerben. Heute sind wir bei 300 000 Euro.“

In dem Netzwerk arbeiten bereits die Selbstnutzer-Initiative, die Energiegenossenschaft Innova, die Vereine HausHalten, Haus- und WagenRat, der Arbeitskreis Integriertes Wohnen und die Alternative Wohnungsgenossenschaft Connewitz mit. Es soll aber noch um Partner aus der Wohn- und Immobilienwirtschaft erweitert werden, fuhr Gerhardt fort.

In der zweiten Stufe könnten die Interessenten eine Beratung zu ihrem konkreten Konzept durch einen der Netzwerk-Partner nutzen. Dafür seien in der Regel drei Termine vorgesehen. In einer dritten Stufe würden sich dann Fachberater wie Juristen, Ingenieure, Architekten um schwierige Details des Vorhabens kümmern: etwa die baulichen Bedarfe und Varianten einschätzen oder Fragen zu Holzschutz, Statik und Energie klären. Alles das sei für die Nutzer kostenlos.

Auf der Internetseite findet sich außerdem ein Überblick über die vorhandenen Baugruppen-Modelle aus Leipzig und weiteren Städten. In Zukunft sollen dort auch Ausschreibungen von geeigneten Grundstücken veröffentlicht werden, so Beate Ginzel vom ASW. „Wir hoffen, aus der aktuellen Testphase bei den Konzeptvergaben städtischer Liegenschaften etwa zum Jahresende in die dauerhafte Praxis wechseln zu können.“ Mit dem kommunalen Großvermieter LWB werde ebenfalls über Flächen für kooperatives Bauen gesprochen. Ginzel betonte, dass das Netzwerk alle Leipziger ansprechen wolle und auch zu den Möglichkeiten informieren wird, Fördermittel des Sozialen Wohnungsbaus zu nutzen: sobald ein angekündigtes Programm des Freistaates Sachsen dazu ins Laufen gekommen ist.

www.netzwerk-leipziger-freiheit.de

Von Jens Rometsch

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