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Lokales Neue Personal-Spekulationen: Muss Uwe Albrecht jetzt um seine Wiederwahl zittern?
Leipzig Lokales Neue Personal-Spekulationen: Muss Uwe Albrecht jetzt um seine Wiederwahl zittern?
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16:50 19.05.2015
Uwe Albrecht Quelle: André Kempner

Doch nun hat sich der Kreisvorstand auch hinter die Bewerbung von Peggy Liebscher (35) als Sozialbürgermeisterin gestellt und damit die Ratsfraktion unter Druck gesetzt. Offen spricht in der Partei aber kaum jemand darüber.

Nur Markus Walther. Der Kreisvorsitzende der Jungen Union nannte gestern die Empfehlung des Kreisvorstandes an die Fraktion eine "mutige und klare Entscheidung". Der Parteinachwuchs hatte sich für die Diplomverwaltungswirtin stark gemacht - bis auf drei Enthaltungen folgte nun auch der Kreisvorstand.

Liebscher, persönliche Referentin des sächsischen Staatskanzleichefs und Mitglied des CDU-Landesvorstandes, wird sich am kommenden Mittwoch der CDU-Fraktion als Bewerberin vorstellen, ebenso wie Sozialbürgermeister Thomas Fabian (57, SPD) und Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal (38, Linke), die beide eine Wiederwahl anstreben. Für Albrecht hatte sich die Fraktion bereits ausgesprochen. Doch sollte nun auch Liebscher Rückendeckung erhalten, ändert sich alles.

Linke, SPD und Grüne würden des Rathausfriedens willen am liebsten die drei Amtsinhaber wählen (die LVZ berichtete). Denn mittlerweile sind die sieben Bürgermeistermeisterposten streng nach den politischen Kräfteverhältnissen im Stadtrat verteilt. Mit Liebscher und Albrecht wäre die CDU überproportional vertreten, da sie auch den Finanzbürgermeister stellt.

Der Kampf um die Verwaltungsspitze dürfte dazu führen, dass das CDU-internen Kandidatenkarussell jemanden aus der Bahn wirft - und das muss, heißt es in CDU-Kreisen, nicht zwangsläufig Liebscher sein. Wie berichtet, hat die Linke für den Fall, dass sie antritt, einen Gegenkandidaten für Albrecht in petto.

JU-Chef Walther sieht das problematische Votum der Parteispitze allerdings zumindest offiziell anders. Es zeige, dass sich der CDU-Vorstand "nicht mit dem reinen Proporzanspruch zufrieden gibt, sondern offensiv um Unterstützung wirbt für eine junge, dynamische Bewerberin um das Sozialdezernat und für einen Wirtschaftsbürgermeister, der bereits seine fachliche Kompetenz unter Beweis gestellt hat." Klaus Staeubert

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.06.2013

Staeubert, Klaus

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