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Lokales Neue Pläne für Areal am Bayrischen Bahnhof – Bürgerforum im Neuen Rathauses
Leipzig Lokales Neue Pläne für Areal am Bayrischen Bahnhof – Bürgerforum im Neuen Rathauses
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09:45 03.09.2012
Leonard Grosch vom Atelier Loidl vor den Plänen für das Areal hinterm Bayrischen Bahnhof. Quelle: André Kempner
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Es geht um 36 Hektar Brachland hinter dem Bahnhof. Dort sollen ab Herbst Grünanlagen, ein Radweg zum Cospudener See sowie (ab 2013 bis etwa 2025) Wohnungen für 4000 Menschen entstehen. Noch sind aber einige Probleme zu lösen.

Kitas:

Die Deutsche Bahn AG, der 24 Hektar des Areals gehören, hat zwei Standorte für den Bau von Kitas vorgeschlagen. Das geht aus einer Bedarfs- und Nutzungsanalyse des Immobilienvermittlers BNP Paribas Real Estate hervor, die heute Abend vorgestellt wird. Demnach sollen Kindertagesstätten an beiden Enden des schon existierenden Fuß- und Radwegs zwischen Shakespearestraße und Dösner Weg entstehen. Die Kita-Bedarfsplanung der Stadt weist tatsächlich die Eröffnung von zumindest einem Neubau auf dem Areal für 2013 aus. Die Immobiliensparte der Bahn drängt seit Monaten darauf, die Genehmigung für sogar zwei Kitas zu erhalten, da in der benachbarten Südvorstadt extremer Mangel an Betreuungsplätzen herrscht. Bislang zieren sich Leipzigs Stadtplaner aber noch. „Wir wollen keineswegs den Bau von Kitas behindern“, erklärt Baubürgermeister Martin zur Nedden (SPD). Doch zuvor müsse grundsätzliches Einvernehmen über den Rahmenplan für das Gesamtareal hergestellt werden. „Deshalb laden wir ja auch zu dem Bürgerforum ein.“ Er hoffe, die Kita-Standorte noch dieses Jahr klären zu können, „damit es dann 2013 losgehen kann“.

[image:phpYDkfMe20110331143626.jpg]Distillery:

Ostdeutschlands ältestem Techno-Club, der im nächsten Monat sein 20-jähriges Bestehen feiert, wurden von der Bahn zwei Ausweichobjekte angeboten. Das Erste - ein alter Lokschuppen neben dem Kohlrabizirkus  - entfiel gleich wieder. Die Instandsetzung wäre viel zu teuer. Das andere Objekt ist ein leerstehendes Heizkraftwerk nahe der Arno-Nitzsche-Straße in Connewitz. Es ist baulich besser in Schuss. Aber so groß, dass dort noch andere Nutzer mit einziehen müssten. „Die Idee ist nicht ganz abwegig, zumal es hier um einen Zeitraum frühestens in fünf Jahren geht“, sagt Distillery-Chef Steffen Kache. „Doch unser Club könnte in dem Kraftwerk nur ein Element sein, auch die Sanierung nicht finanzieren.“ Er wünsche sich, dass die Bebauung des Bahnareals so geplant wird, dass die Distillery am heutigen Standort in der Kurt-Eisner-Straße verbleiben kann. Der Club sei bereit, dafür zu kämpfen. Zur Nedden versichert, er werde „keine Lösung gegen die Distillery“ akzeptieren.

Brücken:

In Verlängerung der Tarostraße ist eine Fußgängerbrücke zur Alfred-Kästner-Straße vorgesehen, eine weitere eventuell im Bereich des MDR-Geländes. Noch bleibt völlig unklar, wer diese Brücken bezahlen soll.

Schule:

Die Nutzungsanalyse enthält zwei Standorte für eine neue Schule - beide südlich der Kurt-Eisner-Straße. Bei einem Bürgerforum vor einem Jahr wurde versprochen, für dieses zentrale Element bald Klarheit zu schaffen. Doch bis heute kann der Schulträger nicht mal sagen, ob er eine Kombination aus Grund- und Mittelschule oder ein Gymnasium oder Beides wünscht.

Sportanlagen:

Fest steht, dass noch dieses Jahr die Umgestaltung eines Teils des Brachlandes zur Grünfläche beginnt - als Ausgleichsmaßnahme für den City-Tunnel, dessen Trasse das Areal ab Höhe Shakespearestraße in Troglage durchschneidet. Im März 2011 präsentierten Stadt und Bahn den Siegerentwurf eines städtebaulichen Wettbewerbs, der auch zusätzliche Sportanlagen nahe der Kurt-Eisner-Straße sowie neben den riesigen Wohnblöcken am Anfang der Straße des 18. Oktober vorsah. Die Bewohner der Elfgeschosser halten von Letzterem aber gar nichts. „Wegen des Krachs würden sicher viele Leute ausziehen“, meint zum Beispiel Heidrun Kunzmann, die seit 13 Jahren dort wohnt.

Jens Rometsch

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