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Lokales Neue Prognose: Im Jahr 2030 gibt es wieder mehr als 700.000 Leipziger
Leipzig Lokales Neue Prognose: Im Jahr 2030 gibt es wieder mehr als 700.000 Leipziger
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13:51 20.04.2016
Über den Dächern der Stadt. (Archivfoto) Quelle: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

Die Messestadt wird auch in den kommenden Jahren ungebremst weiter wachsen. Das geht aus der neuen Bevölkerungsvorausschätzung der Stadtverwaltung hervor. Wie Experten für das Amt für Statistik und Wahlen errechnet haben, wird sich Leipzigs Einwohnerzahl in den kommenden 15 Jahren auf mehr als 700.000 Einwohner erhöht haben. Die mittlere Schätzung prognostiziert 722.000 Leipziger im Jahr 2030, der optimistischste Schätzwert sieht sogar 770.000 Einwohner vor. In der untersten Prognose wären es immerhin noch 674.000 Leipziger in Jahr 2030.

Einer der Hauptgründe für die Entwicklung sind stark angestiegene Geburtenzahlen in den vergangenen Jahren in Leipzig. Aufgrund der sich verjüngenden Einwohnerschaft sie nochmals deutlich steigen, „weil hauptsächlich junge Menschen im typischen Familiengründungsalter nach Leipzig ziehen. Bereits in diesem Jahr kann mit mehr als 7.000 Neugeborenen gerechnet werden, ab 2021 könnte die 8.000er Schwelle erreicht werden“, so die Stadtverwaltung am Mittwoch.

Die nun erneut nach oben korrigierte Bevölkerungswachstumsprognose soll künftig als Grundlage für Stadtentwicklung, Verkehrsplanung und den Bau von Kindertagesstätten, Schulen und anderen infrastrukturellen Einrichtungen sein. „Diese erfreuliche Entwicklung stellt uns weiterhin vor enorme Herausforderungen bei der Kita- und Schulnetzplanung“, erklärte Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD). Jung sieht vor allem bei den Themen Wohnen, Verkehr und Schulen anhaltenden Handlungsbedarf.

Zum Jahresende 2015 hatten 567.846 Menschen ihren Hauptwohnsitz in Leipzig. Das waren knapp 16.000 mehr als zwölf Monate zuvor. Die bisher größte Einwohnerzahl hatte die Messestadt im Dezember 1930. Damals lebten 718.200 Menschen an der Pleiße. Nach dem Krieg ging die Einwohnerzahl kontinuierlich zurück, nach der Wende verschärfte sich die Abwanderung noch einmal und erreichte 1998 mit 437.101 Einwohnern den Tiefpunkt. Seither geht es wieder aufwärts, 2005 konnte die 500.000-Marke erstmals wieder übersprungen werden.

Von mpu

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