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Lokales Neue Sicherung am Palmengartenwehr - Stadt lässt Rettungsschaukeln montieren
Leipzig Lokales Neue Sicherung am Palmengartenwehr - Stadt lässt Rettungsschaukeln montieren
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13:39 03.11.2011
Mehr als drei Jahre nach einem tödlichen Ruderunfall am Palmengartenwehr in Leipzig ist das Bauwerk jetzt mit Rettungsschaukeln besser gesichert. Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

In Not geratene Personen können sich nun daran festhalten.

„Das derzeitige Seil ist zu dünn und reicht nicht aus“, sagte Angelika Freifrau von Fritsch, Leiterin des Amtes für Umweltschutz vor Beginn der Bauarbeiten. Die neuen Rettungsschaukeln wurden an einem Kunststoffseil über dem Palmgartenwehr gespannt.

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Diese sind jeweils 60 Zentimeter breit. Aller 30 Zentimeter hängt ein Holm an zwei Kunststoffseilen über dem Wasser. „Die Schaukeln hängen deutlich niedriger als das Warnkugelseil. Somit können sich vor allem Kinder im Notfall leichter festhalten“, fügt die Amtsleiterin hinzu.

Im April 2008 war während einer Ruderregatta ein Boot aus Dessau mit fünf Kindern vom Kurs abgekommen und das Wehr hinabgestürzt. Ein Zwölfjähriger ertrank, ein weiterer Junge ist seither schwerbehindert. Die kommunale Verwaltung hatte nach dem Unfall ein Sicherheitsgutachten erstellt.

 „Die Stadt hat dabei alle Risiken abgeschätzt, die bei dem Wehr auftreten können. Vor allem, welche Strömungen vorhanden sind und ab welcher Stärke Boote mitgerissen werden“, berichtete Fritsch. Zur Auswahl für die neue Sicherung standen auch spezielle Stricke mit Schlaufen oder Balken, die im Wasser befestigt werden. 

„Wir versuchen immer, das Wehr freizuhalten. Bei befestigten Balken im Wasser besteht die Gefahr, dass sich Gegenstände oder Treibgut ansammeln und das Wehr verstopfen. Wenn es dann zum Hochwasser käme, hätten wir ein echtes Problem“, meint Katrin Schöne von der Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen.

Bei der Planung der neuen Sicherheitsvorkehrung „hat die Stadt Leipzig alles mit uns abgesprochen“, versichert die Sprecherin des Staatsbetriebes, dem das Palmengartenwehr gehört. Es sei eine sinnvolle Ergänzung zu ihren aufgestellten Warnschildern.

Der Rechtsstreit um die Verantwortung für den Unfall ist noch immer nicht abgeschlossen. Zuletzt hatte das Oberlandesgericht Dresden den Freispruch des Regattachefs aufgehoben und das Verfahren an das Landgericht Leipzig zurückverwiesen. Zwei Trainerinnen aus Dessau haben ihr mildes Urteil anerkannt. Sie erhielten Verwarnungen mit Strafvorbehalt.

mro/ab

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