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Neue Sport- und Schwimmhallen für Leipzig

Sportprogramm 2024 Neue Sport- und Schwimmhallen für Leipzig

Die Stadt Leipzig hat am Freitag das Sportprogramm 2024 vorgestellt. Es sieht den Neubau von Sport- und Schwimmhallen im Stadtgebiet, vor allem aber die Sanierung bestehender Anlagen vor. Sportbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke) bat den Freistaat Sachsen, bei der Vergabe von Fördermitteln nicht nachzulassen: „Alleine schaffen wir das nicht.“

 Die Schaumgummisprunggrube in der Trainingshalle Leplaystraße 13 ist schon saniert. Weitere Maßnahmen sollen folgen.

Quelle: Christian Modla

Leipzig.  Der recht dicke Packen Papier hat Mitarbeiter des kommunalen Sportamtes und einige externe Fachleute satte zweieinhalb Jahre Arbeit gekostet. Am Dienstag passierte das Werk die Dienstberatung des Oberbürgermeisters. Am Freitag stellte der Chef des zuständigen Rathaus-Dezernates das druckfrische „Sportprogramm 2024“ der Öffentlichkeit vor. Beileibe noch nicht die Endfassung, denn der konzeptionelle Vorschlag der Verwaltung muss noch Ausschüsse und Plenum des Stadtrates passieren. Leipzigs Sportbürgermeister Heiko Rosenthal (Die Linke) hofft aber, „dass zum Ende des dritten, spätestens zum Anfang des vierten Quartals 2016 Klarheit herrscht“.

Für Rosenthal und Sportamtsleiterin Kerstin Kirmes liegt der Fall schon jetzt auf der Hand: Das, was im Ergebnis von Bedarfsanalysen und Erhebungen in das Konzept für die Jahre 2016 bis 2024 eingeflossen ist, gereicht der Sportstadt Leipzig durchaus zur Ehre. Bei der Verbesserung der Breiten- und Leistungssport-Verhältnisse legt das Rathaus den Schwerpunkt auf die Sanierung alter, teilweise maroder Anlagen, derweil die Strategie beim Neubau das Adjektiv „maßvoll“ trägt.

„Wir wollen in Anbetracht des erwarteten Einwohner-Zuwachses rasch mehr Nutzbarkeit herstellen. Die Quantität an Sportstätten ist da. Verbessert werden muss deren Qualität“, betonte Sportamtschefin Kirmes. Dies, so Bürgermeister Rosenthal, werde aber nur gelingen, wenn der Freistaat Sachsen auch weiterhin mit Fördermitteln helfe. „Alleine wird die Stadt ihre Sanierungsziele nicht erreichen können“, betonte er. Dabei ist die Kommune gerade im Begriff, mit gutem Beispiel voranzugehen. Leipzig will für Investitionen in die Sportinfrastruktur im Planungszeitraum bis 2024 jährlich zwei Millionen Euro an Eigenmitteln aufbringen – deutlich mehr, als verwaltungsintern zunächst diskutiert worden war.

In diese Rechnung fließen drei Neubau-Projekte des neuen Sportprogramms allerdings nicht ein – für sie braucht es gesonderte Finanzierungsmodelle:

Im Stadtbezirk Alt-West, genauer im Ortsteil Böhlitz-Ehrenberg, soll eine wettkampftaugliche Dreifelderhalle für den Vereins- und Schulsport entstehen. Voraussichtlicher Kostenpunkt: 5,2 Millionen Euro. Planungsbeginn könnte im nächsten Jahr sein, bis 2020 würde die seit Langem herbeigesehnte Halle dann stehen. Freizeitsportler – allen voran Handballer – aus Rückmarsdorf, Burghausen, Böhlitz-Ehrenberg, Leutzsch und nicht zuletzt aus Grünau und Miltitz dürfte das freuen. Der Verein zur Förderung des Sports in Leipzig-Rückmarsdorf beispielsweise erinnert seit einer gefühlten Ewigkeit daran, dass für 40 000 und mehr Menschen im Leipziger Westen eine ordentliche Sporthalle fehlt. Und da auch die Verfasser von Schulentwicklungsplänen in diesem Bereich ein Hallen-Ödland ausgemacht haben, deutet sich für Alt-West ein kleines Wunder an.

Auch an überdachten Wasserbecken mangelt es. Daher soll der Sportbäder Leipzig GmbH beim Bau zweier 25-Meter-Schwimmhallen unter die Arme gegriffen werden. Ein Bad soll im Osten, das andere im Süden der Stadt entstehen. Neu geschaffen würden insgesamt 1000 Quadratmeter Schwimmfläche. Jede der beiden Investitionen wird auf acht Millionen Euro taxiert. Die Kommune zahlt die Hälfte.

Bei den Sanierungsmaßnahmen ragen folgende Vorhaben heraus:

- die Modernisierung der Turnhalle Leplaystraße 13 für 4,3 Millionen Euro;

- der Um- und Ausbau des Stadions des Friedens in der Max-Liebermann-Straße zu einer modernen Trainings- und Wettkampfanlage für Nachwuchs-Leichtathleten;

- die Instandsetzung und Erweiterung der Nordanlage des Sportforums, auf der Leichtathleten und Judoka trainieren, in Höhe von rund einer Million Euro;

- die Ertüchtigung der Tischtennishalle in der Dieskaustraße, Heimstatt der Leutzscher Füchse, für 1,2 Millionen Euro;

- die Fortschreibung des Budgets fürdie Investitionsförderung von Bauvorhaben, initiiert durch Sportvereine, auf 800 000 Euro im Jahr.

In den Blick der Stadtverwaltung geraten mehr und mehr auch jene Hobby-Sportler, die sich im öffentlichen Raum um Fitness bemühen und nicht zu den rund 95 000 Leipzigern gehören, die Mitglied in einem Verein sind. So fließen 500 000 Euro in den Bau eines 1500 Quadratmeter großen Bike- und Skate-Parks. Wo der einmal stehen soll, ist noch unklar. Außerdem sollen Teile des Elsterradweges asphaltiert und Wege im Clara-Zetkin-Park, Friedenspark sowie am Elsterbecken, bei Joggern beliebt, beleuchtet werden.

Von Dominic Welters

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