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Lokales Neue Sportstätte in Leipzig: Dreifeldhalle auf dem Gelände der Radrennbahn eröffnet
Leipzig Lokales Neue Sportstätte in Leipzig: Dreifeldhalle auf dem Gelände der Radrennbahn eröffnet
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15:11 11.08.2011
Probierte die neue Sportstätte gleich selbst aus: Staatsminister Roland Wöller (CDU). Quelle: Christian Nitsche
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Leipzig

Künftig bekommen hier unter anderem Basketballer, Handballer und Hockeyspieler ein neues Zuhause.

Insgesamt belaufen sich die Kosten auf 4,3 Millionen Euro. „Das ist gut investiertes Geld. Die Unterstützung durch das Konjunkturpaket II war ein Geschenk für uns. Aus eigener Kraft hätten wir das Projekt so nicht stemmen können“, erklärte Jung an Donnerstag.

Eins haben sich Jung und Wöller nicht nehmen lassen: Nachdem die Halle eröffnet wurde und Sportler sofort auf dem neuen Parket loslegten, zogen beide ihre Jacketts aus und nahmen selbst den Ball in die Hand. Zusammen mit den Handballern der SG LVB warfen sie aufs Tor. „Wir haben hier mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Schulsport und Vereinssport können unter optimalen Bedingungen trainieren. Das ist eine deutliche Entlastung für Spielsportarten, deren Hallenbedarf in Leipzig sehr hoch ist“, betonte Jung.

Dem pflichtete Wöller bei. „Schul- und Vereinssport zu bündeln, ist enorm wichtig und legt den Grundstein für späteren Spitzensport. Das ist ein großer Tag für Leipzig.“ Er machte allen Beteiligten Hoffnung, dass aus den nächsten Steuermehreinnahmen rund 2,7 Millionen Euro zusätzlich dem Sport zu Gute kommen. „Dafür wollen wir noch mehr tun in Sachsen“, versprach der Staatsminister.

Mittlerweile haben sich 30 Vereine für Hallenzeiten in der Windorfer Straße gemeldet. Derzeit werde geprüft, wer zu welchen Zeiten in den Genuss des Neubaus kommt. „Wir wollen in etwa fünf bis sechs Vereine hier unterbringen“, so Sportamtsleiterin Kerstin Kirmes. Bereits fest steht, dass von 7 bis 17 Uhr der Schulsport und von 17 bis 22 Uhr der Vereinssport die Halle nutzen wird.

Die Akteure, die bei der Eröffnung mit Bällen und Hockeyschlägern herumwirbelten, waren ganz besonders gespannt auf die neue Räumlichkeit. „Es wäre wirklich toll, wenn wir hier rein könnten“, hoffte die 12-jährige Marie Wickler vom Hockeyverein LSC. Auch die Basketballer konnten sich schnell anfreunden mit einer regelmäßigen Bleibe. „Jeden Dienstag dürfen wir hier bereits trainieren“, sagte Uni-Riesen-Basketballer Kai-Uwe Kranz. „Die Halle ist cool, hier hätten wir super Bedingungen“, meinte der 31-Jährige und erhielt nickend Zustimmung von seinen Spielkollegen. Anfangs etwas rutschig auf dem Parkett fand es der 14-jährige Johannes Jungmann von der SG LVB Leipzig. Und dennoch: „Die Halle ist viel besser als unsere Schulsporthalle, wo wir derzeit sind“, so der Handballer.

Auch die Radsportler, für die das Dach der benachbarten Rennbahn bereits saniert wurde, nutzen den Neubau. Drei Büros stehen dem Sächsischen Radfahrer-Bund zur Verfügung. Und auch Zeiten für den Kraftraum sind bereits eingeplant. „Hier ist alles drin, was man braucht. Ideal für unsere Disziplin“, sagte Olympiasiegerin Petra Rossner, die mit ihrem Girls Team bereits die Geräte testete.

Mit Beginn des neuen Schuljahres am 22. August soll die Dreifeldhalle für den Schulsport benachbarter Schulen sowie den Vereinen aus dem Leipziger Westen bereitstehen.

Ein weiterer Lichtblick in Leipzigs Sportlandschaft ist die Halle am Rabet im Osten der Stadt. „Die Finanzierung ist beschlossen. Für einen Baubeginn noch in diesem Jahr sehe ich Licht am Horizont“, kündigte Kerstin Kirmes an.

Annett Böhm

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