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Lokales Neue Unterkunft für 42 Flüchtlinge: Leipzig mietet Ensemble in Möckern langfristig an
Leipzig Lokales Neue Unterkunft für 42 Flüchtlinge: Leipzig mietet Ensemble in Möckern langfristig an
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15:20 25.09.2014
Blick in einen Schlafraum im Haus für Asylsuchende, Markranstädter Straße. Quelle: Regina Katzer
Leipzig

Die Planungen für das Objekt seien langfristig gewesen und hätten nichts mit dem jüngsten Aufruf an private Vermieter zu tun, so eine Sprecherin am Donnerstag.

Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) befürwortete damit in der Dienstberatung einen Vorschlag von Sozialbürgermeister Thomas Fabian (SPD). Die Häuser sollen auf zehn Jahre angemietet werden und werden zunächst für die Unterbringung hergerichtet. Rund 750.000 Euro muss der Eigentümer, zu dem die Stadt keine Details nannte, in die Häuser investieren. Die Größe des Objekts entspricht dem Leipziger Konzept für eine menschenwürdige, dezentrale Unterbringung der Flüchtlinge.

In das Ensemble im Nordwesten der Stadt sollen auch Familien einziehen: Die Gebäude sind durch einen Hof verbunden, in dem unter anderem eine Spielfläche entstehen soll. Der Hof sei für die Gemeinschaftsnutzung gedacht, erklärte die Stadt. Vor Ort wird es auch eine soziale Betreuung der neuen Bewohner geben. Gleichzeitig, so heißt es weiter, seien die Mitarbeiter auch Ansprechpartner für die Nachbarn.

Rat entscheidet – Leipzig weiter unter Druck

Das letzte Wort zur Anmietung in der Blücherstraße hat die Ratsversammlung. Die Abgeordneten sollen bis zur Oktober-Sitzung eine entsprechende Beschlussvorlage auf den Tisch bekommen. Im September hatte Oberbürgermeister Jung in einer Eilentscheidung die Anmietung einer Notunterkunft in Mockau beschlossen. In dem ehemaligen Bürogebäude in der Zschortauer Straße sollen bis zu 200 Menschen Platz finden. Ab November können dort die ersten Bewohner einziehen und auch sozial betreut werden.

Die Stadt steht wegen der steigenden Flüchtlingszahlen unter Druck. Leipzig erwartet bis Jahresende noch 800 Neuankömmlinge, mehr als 1400 werden es 2014 insgesamt sein. Für rund 350 bis 400 Menschen gebe es noch keinen Wohnraum, sagte Christian Walther, Projektleiter Asyl im Sozialamt, gegenüber LVZ-Online. Nach einem Aufruf an private Vermieter, Unterkünfte für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen, war das Sozialamt allerdings von der Fülle der Angebote überrascht worden.

Evelyn ter Vehn

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