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Lokales Neue Unwetterwarnung für Sachsen - Lage soll sich am Abend entspannen
Leipzig Lokales Neue Unwetterwarnung für Sachsen - Lage soll sich am Abend entspannen
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11:10 30.07.2014
Schwere Unwetter sind am Dienstag über Teile Sachsens hinweggezogen. Quelle: dpa
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Leipzig

Die Prognose gilt im Augenblick für den gesamten Freistaat. Es gibt aber auch einen Lichtblick. Am Abend soll sich die Lage nun entspannen. Vom Westen her nehme die Gewitterneigung allmählich ab.

Schwere Unwetter sind auch am Dienstag wieder über Teile Sachsens hinweggezogen. Betroffen waren vor allem das Erzgebirge, die Gegend um Zwickau und das Vogtland, wie Meteorologe Florian Engelmann vom DWD in Leipzig sagte. Örtlich seien unwetterartige Regenfälle niedergegangen. Nach Polizeiangaben musste in Johanngeorgenstadt eine Straße wegen Überflutung gesperrt werden. Laut DWD zogen die Unwetter am Abend über die Region Leipzig nach Sachsen-Anhalt weiter.

Auch in Thüringen gingen erneut heftige Regengüsse nieder. Im Wartburgkreis wurden von den Regenmassen zahlreiche Straßen und Ortschaften überschwemmt, wie das Landratsamt am Mittwoch mitteilte. Im Ortskern von Unterbreizbach stand den Angaben zufolge am Morgen immer noch das Wasser. In Meuselwitz (Altenburger Land) brannte am Dienstagabend nach einem Blitzeinschlag eine Dachgeschosswohnung, wie eine Polizeisprecher am Mittwoch in Gera sagte. Der starke Regen überschwemmte im gesamten Freistaat Straßen oder überspülte sie mit Schlamm. So mussten unter anderem die Bundesstraße 180 zwischen Altenburg und Rositz sowie die Bundesstraße 84 zwischen Sünna und Buttlar stundenlang wegen Überflutung gesperrt werden.

Die Meteorologen hatten am Dienstag zunächst eine Unwetterwetterwarnung für Sachsen ausgegeben, am Nachmittag wurde sie für den Kreis Leipzig konkretisiert: Von Osten zogen Gewitter auf, bis gegen 18.30 Uhr sollte mit heftigem Starkregen, Hagel, Windböen bis zu 60 km/h und bis zu 40 Litern Wasser pro Quadratmeter in einer Stunde gerechnet werden. Zum Vergleich: Seit Montag wurden an einigen Messstellen schon 50 Liter pro Quadratmeter gemessen, allerdings innerhalb von 24 Stunden. Der DWD hatte dazu aufgerufen, den Aufenthalt im Freien zu vermeiden. Die Warnung wurde am frühen Abend wieder aufgehoben.

Der teilweise starke Regen hatte in Leipzig nur geringe Auswirkungen. Die Feuerwehr rückte zu einigen wenigen Einsätzen aus, um Keller und eine Wohnung auszupumpen. Wie die Leitstelle mitteilte, standen auch zwei Brückenunterführungen unter Wasser, das jedoch schnell wieder abgeflossen sei. Die Polizei registrierte darüber hinaus keine weiteren besonderen Vorkommnisse, die mit Regen oder Sturm in Verbindung standen.

Subtropische Verhältnisse in Leipzig

Seit Tagen gleicht das Wetter in Leipzig dem in Südostasien. Temperaturen zwischen 26 und 28 Grad, Luftfeuchtigkeit bis zu 80 Prozent und hohe Regenwahrscheinlichkeit – so lautete am Dienstag nicht nur die Tagesprognose für Ho-Chi-Minh-Stadt (Vietnam), sondern auch für die Messestadt in Mitteldeutschland. Mit einer Unterscheidung: An der Pleiße drohten schon wieder kräftige Gewitter.

Wie Sebastian Manns, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst, gegenüber LVZ-Online erklärte, verdanken wir das aktuell subtropische Klima in Leipzig der Aerodynamik über dem Balkan. Ein dortiges Tief lässt feuchte und energiegeladene Luftmassen vom Schwarzen Meer und vom Mittelmeer bis in den Freistaat strömen. Seit Tagen zucken deshalb auch Blitze über den Freistaat, sorgen Stark- und Dauerregen in Sachsen für überflutete Straßen und vollgelaufene Keller.

Gewitterpotenzial hält sich bis Freitag

Noch bis zum Freitag hält sich das enorme Gewitterpotenzial über unseren Breitengraden. Erst danach sorgt Hochdruck für etwas mehr trockene Luft, sagte Stefanie Kaminski vom DWD. Mit der weichenden Luftfeuchtigkeit könne dann auch das Quecksilber wieder eher gen 30-Grad-Marke steigen. Am Wochenende dürfte sich der mitteleuropäische Hochsommer deshalb wieder von seiner gewohnt hitzigen Seite zeigen.

Mehr zum Wetter im Portal von LVZ-Online.

mpu / maf / dpa

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