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Neue statistische Zahlen über Asylbewerber – Ausländeranteil beträgt in Leipzig 6,8 Prozent

Neue statistische Zahlen über Asylbewerber – Ausländeranteil beträgt in Leipzig 6,8 Prozent

Das Referat für Migration und Integration der Stadt hat neue statistische Zahlen über Ausländer und Asylbewerber in Leipzig vorgelegt. Danach hatten von den 551 871 Einwohnern, die zum 31. Dezember 2014 mit Hauptwohnsitz in Leipzig gemeldet waren, 59 738 Menschen einen Migrationshintergrund (10,8 Prozent) - waren also Personen, die selbst oder deren Vorfahren aus einem anderen Staat eingewandert sind.

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(Symbolbild)

Quelle: Uli Deck

Leipzig. 62,6 Prozent der Menschen mit Migrationshintergrund beziehungsweise 6,8 Prozent aller Einwohner sind Ausländer (37 391 Personen) - also Menschen, die in Deutschland leben, aber nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Die meisten Zuwanderer kamen aus beruflichen Gründen, wegen des Familiennachzuges oder zum Studium an die Pleiße.

Hauptherkunftsländer der Menschen mit Migrationshintergrund in Leipzig sind die Russische Föderation (7382 Personen), Polen (3542), Ukraine (3196), Vietnam (3029), Rumänien (2106), Kasachstan (2026), Türkei (1909), Syrien (1750), Ungarn (1564) und Irak (1527).

Während der Ausländeranteil in der Messestadt 6,8 Prozent beträgt, liegt er zum Beispiel in Frankfurt am Main bei 24,1 Prozent, in München bei 20,9 Prozent, in Mannheim bei 19 Prozent, in Köln bei 16,4 Prozent und in Berlin bei 11,3 Prozent. In Dresden beträgt er 4,2 Prozent und in Chemnitz 3,6 Prozent.

Leipzig wurden im Jahr 2013 insgesamt 638 Asylbewerber zugewiesen, 2014 waren es 1232. Zum 24. März 2015 lebten 1631 Asylbewerber in der Stadt. Die Zuweisungsprognose für dieses Jahr liegt nach den Vorgaben des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge bei 1688 Asylbewerbern, nach der Hochrechnung des Freistaates Sachsen (aufgrund der Zugänge in den Monaten Januar und Februar 2015) bei 2648 Asylbewerbern.

Aus dem Bericht des Referats geht hervor, dass die Stadt Geld für Asylbewerber aufbringt. Denn der Freistaat erstattet den Kommunen nur pauschal die Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Aufnahme, der Unterbringung und Versorgung - inklusive Krankenhilfe - von Asylsuchenden entstehen. Seit 2015 sind das 7600 Euro pro Person und Jahr. Hinzu kommen sogenannte Bedarfszuweisungen im Rahmen des Finanzausgleiches. Die Summe dieser Erträge decke die tatsächlichen Aufwendungen nur zu einem Teil, heißt es in dem Bericht. Der Kostendeckungsgrad habe im Jahr 2012 lediglich 55,96 Prozent betragen, im Jahr 2013 nur noch 46,26 Prozent. Leipzig schießt also mehr als die Hälfte der tatsächlichen Kosten zu.

Neben der Unterbringung in einer Asylbewerberunterkunft oder Wohnung erhalten Asylbewerber Grundleistungen für Ernährung, Kleidung und Körperpflege und ein Taschengeld. Sie bekommen weiterhin Leistungen bei Krankheit, Schwangerschaft und Geburt. Allerdings sind in den ersten 15 Monaten des Aufenthaltes diese Leistungen gegenüber den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung eingeschränkt.

Ein Haushaltsvorstand erhält aktuell 370 Euro im Monat bei dezentraler Unterbringung; bei einer Unterbringung in einer Gemeinschaftsunterkunft 336,45 Euro. Für Ehepartner betragen die monatlichen Zuwendungen 333 Euro bei dezentraler Unterbringung und 302,85 Euro in einer Gemeinschaftsunterkunft.

Nach einer Wartefrist von 15 Monaten erhalten Asylbewerber seit dem 1. März höhere Hilfen. Ein Haushaltsvorstand bekommt 399 Euro; Ehepartner 360 Euro. In Gemeinschaftsunterkünften sind es 365,45 Euro beziehungsweise 329,85 Euro. Auch alle Kinder von Asylbewerbern können Unterstützung für Bildung und Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben erhalten. Am 31. Dezember 2014 wurden insgesamt 2446 Ausländern in Leipzig Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz zuteil.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.05.2015

Tappert, Andreas

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