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Lokales Neuer Funkturm wächst in Leipzig in die Höhe
Leipzig Lokales Neuer Funkturm wächst in Leipzig in die Höhe
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13:15 04.10.2015
Der Funkturm wächst immer mehr in die Höhe. Quelle: Robert Nößler
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Leipzig

Das Fundament ist längst im Boden und der Riese reckt sich immer höher: Spezialisten der Berliner Firma Steffens & Nölle montieren bereits seit drei Monaten die Funkmasten im Messegrund. Strebe für Strebe verbinden sie auf dem videoüberwachten Areal an der Ecke Zwickauer Straße/Richard-Lehmann-Straße nahe der denkmalgeschützten Gartenstadt Marienbrunn. Nachdem rund 250 Kubikmeter Stahlbeton versenkt worden waren, ist inzwischen auch die Stahlgitterkonstruktion weithin sichtbar.

Noch in diesem Monat soll die projektierte Höhe von 191 Metern erreicht werden, wenn das Wetter mitspielt. Bauherr ist mit der Deutschen Funkturm GmbH eine Telekom-Tochter. 170 Meter misst der eigentliche Mast, darauf aufgesetzt werden ein Blitzfangkorb und die Antennenanlage zur Ausstrahlung des digitalen terrestrischen Fernsehens (DVB-T), so dass letztlich 191 Meter zustande kommen."Ende Oktober soll mit einem Hubschrauber die Antenne montiert werden", sagte Telekomsprecher Georg von Wagner auf Anfrage von LVZ.de.

Damit wäre der Funkturm dann Leipzigs zweithöchstes Gebäude. Höher ist nur der Schornstein in Knautnaundorf mt 205 Metern. Das City-Hochhaus misst 142,5 Meter, der Turm des Neuen Rathauses 114,7 Meter und das Wintergarten-Hochhaus 106,8 Meter. Alle anderen Gebäude sind niedriger als 100 Meter.

Der Stadtrat hatte im Oktober 2014 grünes Licht für den einschlägigen Bebauungsplan gegeben. Gegenwind kam vom Verein der Freunde Marienbrunns, der mehr Bürgerbeteiligung forderte und kritisierte, der Turm dränge sich in die Sichtachsen zum Völkerschlachtdenkmal und wäre mit seinen Ausmaßen eine Katastrophe für das Gartenstadtensemble. Bei der entscheidenden Ratsversammlung wurde darauf verwiesen, dass es bei der Architektur des Riesen in seinem oberen Bereich Nachbesserungen in Anlehnung an die Gestalt des Eiffelturmes gegeben habe und er unverzichtbar sei, um die DVB-T-Versorgung perspektivisch zu sichern. Hintergrund: Der dafür zurzeit verwendete Schornstein an der Arno-Nitzsche-Straße, auf dem sich die Sendeanlagen befinden, darf nur noch mit Ausnahmegenehmigungen genutzt werden.

Telekom-Sprecher von Wagner sagte, die neue Anlage werde voraussichtlich Mitte 2016 vollendet sein. Nach der Fertigstellung des eigentlichen Turms, müsste er noch verkabelten und Hardware installiert werden. Anschließend folge eine Testphase.

Der Koloss wird nicht nur eine Dominante im Stadtgebiet, sondern auch der höchste für funktechnische Zwecke errichtete freitragende Stahlfachwerkturm Deutschlands. Derzeitiger Rekordhalter dieser Bauart ist mit 160,5 Metern der 2005 in Betrieb genommene Sendemast in Halle. Den hatten ebenfalls die Fachleute von Steffens & Nölle hochgezogen.

Mario Beck/Matthias Roth

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