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Lokales Neuer Masterplan für Belantis soll bis zum Jahresende stehen
Leipzig Lokales Neuer Masterplan für Belantis soll bis zum Jahresende stehen
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09:47 28.03.2018
Der Leipziger Bazil El Atassi, neuer Geschäftsführer des Freizeitparks, will Belantis weiterentwickeln. Das Wie wird aber erst zum Ende dieses Jahres klar sein. Quelle: Foto: Kempner
Leipzig/Zwenkau

Am heutigen Mittwoch startet Belantis in die neue Saison – unter neuen, spanischen Inhabern. Viel ändern wird sich für die Besucher vorerst nicht, erklärt der neue Geschäftsführer und bisherige Parkchef Bazil El Atassi. Bis Ende des Jahres will er seinen Masterplan für den zukünftigen Park fertig haben.

Nein, sein Spanisch sei noch nicht besser, erklärt El Atassi schmunzelnd. Dafür frische er gerade sein Englisch auf. „Das ist die Sprache innerhalb unseres neuen Konzerns“, erklärt der 44-jährige Leipziger. In den sechs Wochen seit der Übernahme sei intensiv daran gearbeitet worden, alle Daten zum Park dem Inhaber zuzuarbeiten. Denn „Parques Reunidos“ sei börsennotiert, erläutert El Atassi. Bekanntlich unterliegen solche Firmen bei der Geschäftsführung genauen Auflagen der Börsenaufsicht.

Neu in 2018: Das “Clever-Ticket“

Zudem sei der Park aus seinem Winterschlaf erweckt, die Parköffnung vorbereitet worden, sagt der studierte Sportmanager. Viel Zeit für großes Neues sei da nicht geblieben. Immerhin: Ab dieser Saison gibt es ein „Clever-Ticket“, gültig nur mittwochs, zum vergünstigten Preis von 25,90 Euro. An den anderen Preisen habe Belantis nichts verändert, allerdings das Online-Ticket um einen Euro günstiger gemacht, sagt El Atassi.

Er hoffe, dass Belantis sich unter den neuen Eignern deutlich dynamischer entwickeln könne, als dies in den Vorjahren möglich gewesen sei, sagt der neue General Manager. Die neuen Besitzer hatten bereits verkündet, Belantis bis 2020 deutlich ausbauen zu wollen. Wie, ist aber noch unklar. El Atassi kündigte an, seinen Masterplan dafür bis Ende des Jahres erarbeiten zu wollen. Als eine der ersten Maßnahmen könne er sich vorstellen, am Rundweg im Park eine neue Themenwelt anzusiedeln. Dort sei noch viel Platz.

Viel Platz: Belantis nutzt aktuell nur etwa die Hälfte seiner Fläche. Quelle: Belantis

In die Breite gehen und dort zu wachsen – angesichts der mit rund 30 Hektar aktuell nur halb genutzten Fläche des Parks eine naheliegende Möglichkeit – erscheine ihm nicht sofort nötig. Aber all dies müsse noch mit den Spaniern besprochen werden, sagt er. Bei seinem Antrittsbesuch in Madrid habe er dem Konzernchef gesagt, er hoffe, es sei nicht nur der Park, sondern auch die Idee von Belantis gekauft worden. „Da hat er geschmunzelt“, sagt El Atassi. Wie berichtet, sahen die Belantis-Pläne immer schon auch ein Hotel für die Besucher vor, zuletzt waren sogar Indoor-Welten für den Ganzjahresbetrieb im Gespräch.

Seine Kinder sind die schärfsten Kritiker

In guten Jahren zählte Belantis rund 600 000 Gäste – zu wenig für die Bundesliga der Freizeitparks, die die spanischen Eigner anstreben und die über eine Million Gäste zählen. Dennoch sei ein Zuwachs an Besuchern nicht das einzig Wichtige, findet der Parkchef. „Entscheidend ist, dass wir am Produkt weiterarbeiten und dabei auf unsere Kunden hören“, glaubt er. El Atassi hat es da leicht: Seine zwei Kinder, zehn und zwölf Jahre alt, seien seine schärfsten Kritiker und liebsten Berater, erzählt er lächelnd.

Interessante Biographie: Bazil El Atassi stammt aus Algerien, hat eine deutsche Mutter und einen syrischen Vater, wuchs in Heidelberg auf, wo er Sportmanagement studierte. Quelle: Kempner

El Batassi war seit 2014 Parkleiter und Prokurist in Belantis, davor seit 2003 bei der Veranstaltungsagentur Emir, die 2008 mit dem Park verschmolz. El Atassi hat einen syrischen Vater und eine deutsche Mutter, wurde in Algerien geboren, wuchs aber in Heidelberg auf. Dort und später in Leipzig studierte er Sportmanagement, spielte in der Zweiten Bundesliga Volleyball in Markranstädt, fing als Leipziger Stadtfest-Planer in der Agentur von Bernd Hochmuth an, bevor er zur Emir wechselte.

Von Jörg ter Vehn

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