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Lokales Neuer Ortsteilkatalog für Leipzig – Mitte bei Mieten und Straftaten Spitze
Leipzig Lokales Neuer Ortsteilkatalog für Leipzig – Mitte bei Mieten und Straftaten Spitze
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16:40 08.03.2017
Blick auf das alte Rathaus (Symbolbild). Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Leipzig wächst und wächst, immer mehr Menschen ziehen in die Messestadt. Mittlerweile sind weit über 550.000 Bürger gemeldet. Besonders stark haben in den vergangenen zehn Jahren Lindenau (46 Prozent Wachstum) und Volkmarsdorf (42 Prozent Wachstum) profitiert. Das geht aus dem neuen Ortsteilkatalog des Amtes für Statistik hervor. Das 350 Seiten und knapp 100.000 Zahlen umfassende Daten-Sammelsurium ist bereits in der zwölften Auflage erschienen.

Viel Platz in Hartmannsdorf-Knautnaundorf

Dass mit dem Wachstum der Bevölkerungszahlen auch der Platz zum Wohnen knapper wird, liegt auf der Hand. Am meisten rücken sich die Menschen dabei in Neustadt-Neuschönefeld auf die Pelle. Hier wohnen auf einem Quadratkilometer im Durchschnitt 13.605 Personen. Ähnlich belebt: Gohlis-Mitte (12.324 pro Quadratkilometer) und Volkmarsdorf (10.529 pro Quadratkilometer) zu. Ganz anders sieht es in Hartmannsdorf-Knautnaundorf aus: Bei 87 Einwohnern pro Quadratkilometer ist mit Glück sogar ein Spaziergang ohne Mensch-zu-Mensch-Kontakt möglich.

Mitte Spitzenreiter bei Mieten und Straftaten

Zwei unrühmliche Ranglisten führt Leipzig-Mitte an. Im Zentrum sind die Mieten mit durchschnittlich 9,58 Euro pro Quadratmeter am höchsten. Zwar wird auch hier noch nicht die Marke von zehn Euro überschritten, mit über neun Euro ist der Ortsteil in Leipzig trotzdem allein auf weiter Flur. Von den Vierteln außerhalb der Stadtmitte reichen nur Mölkau (8,46 Euro) und Probstheida (8,49 Euro) im Durchschnitt an die 8,50 Euro pro Quadratmeter heran. Ebenfalls schier uneinholbarer Spitzenreiter ist das Zentrum bei den Straftaten. 2015 wurden dort von der Polizei 2759 Fälle je 1000 Einwohner registriert. Auf Platz zwei und drei folgen Zentrum-Ost mit 658 und Zentrum-Nord mit 444 Straften je 1000 Einwohner.

Der Westen bei Alter und Heirat gespalten

Heiraten liegt bei der jungen Generation nicht im Trend. Jedenfalls lässt sich das mit Blick auf Leipzig vermuten. Der jüngste Ortsteil Lindenau – im Durchschnitt sind die Menschen hier gerade einmal 34,4 Jahre alt – hat gleichzeitig den geringsten Anteil an verheirateten Bewohnern (22 Prozent). Nur wenige Straßen weiter westlich ist das komplette Gegenteil der Fall: In Grünau-Siedlung haben sich bereits 64,5 Prozent der Bewohner über 18 langfristig an einen Partner gebunden. Der Ortsteil ist damit Leipziger Vize-Heiratsmeister und mit 53,3 Jahren im Durchschnitt auch der zweitälteste – nur übertroffen von Grünau-Ost mit 53,8 Jahren.

Schleußig und Südvorstadt sind Akademiker-Hochburgen

Besonders hoch gebildet ist laut dem Ortsteilkatalog das Zentrum-Süd. Fast zwei Drittel (64 Prozent) der dort gemeldeten Menschen haben einen Fachhochschul- oder Universitätsabschluss. Da kann nur Schleußig (62 Prozent) mithalten. Noch ohne Ausbildung mussten 2015 hingegen viele Menschen in Volkmarsdorf (21 Prozent) und Neustadt-Neuschönefeld (20 Prozent) auskommen.

Frauen in der Überzahl

Eine letzte Zahl zum internationalen Frauentag: Leipzig ist fest in weiblicher Hand, zumindest wenn es nach den blanken Zahlen geht. Einzig im Osten der Messestadt sind die Männer mit 39.509 zu 29.829 in der Überzahl.

Von anzi

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